SELFISH THINGS mit neuem Video feat. Mike Froh

Die kanadische Alternative-Rock-Band SELFISH THINGS teilt neues Video "Violence" feat. Mike Froh (The Holly Springs Disaster).

30.06. SELFISH THINGS – "Violence": https://www.youtube.com/watch?v=rHjcTHitsP0

Album:
09.10. SELFISH THINGS – "Receptivity" (FLG Records/OPEN)

Die Alternative-Rocker Selfish Things veröffentlichen heute die neue Single "Violence (feat. Mike Froh)" – einen weiteren Vorgeschmack auf ihr mit Spannung erwartetes Studioalbum "Receptivity", das am 9. Oktober 2026 über FLG erscheinen soll.

Die Nummer wartet mit einem Gastbeitrag von Mike Froh auf, der als Frontmann der Metalcore-Band The Holly Springs Disaster bekannt ist.

Alex Biro erklärte dazu: "‚Violence‘ war einer der letzten Songs, die ich vor meinem Entzug geschrieben habe. Als wir uns Jahre später wieder damit beschäftigten, wirkte der Song eher wie eine Vorahnung als wie eine Reflexion darüber, was es bedeutet, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. In der zweiten Strophe steckt der Gedanke, dass man mit dem Tod sein gesamtes Ego und seine Persona ablegt und vor die unvoreingenommene, augenöffnende Wahl gestellt wird, ob man ins Jenseits übergeht oder nicht – dass einem die eigenen Entscheidungen noch einmal vor Augen geführt werden, ganz ohne den Einfluss des Egos oder einer verzerrten Selbstwahrnehmung."

"Mike Froh dabei zu haben – einen wunderbaren Freund, der sich ebenfalls im Genesungsprozess befindet und dessen Musik schon zu unserer Schulzeit unser aller Leben verändert hat, ebenso wie später sein Engagement als Führungspersönlichkeit in der Recovery-Community –, ist für mich musikalisch gesehen einer der großartigsten Momente meines Lebens", fügte er hinzu.

SELFISH THINGS – "Effigy": https://youtu.be/RktNihOiEro

SELFISH THINGS – "Sunlight": https://youtu.be/zCgvbHaQ3LY

Biro erklärte: "Das hier sollte eigentlich gar kein Album werden. Für mich – oder für uns alle – ist es auch jetzt nicht wirklich ein Album. Eher so etwas wie … ein Abschluss, schätze ich. Während der letzten Tour, die wir vor dem weltweiten Stillstand durch Corona im Jahr 2020 absolvierten, steckte ich mitten in einer schweren Sucht. Ich hasste mich selbst und ich hasste die Welt – mehr, als mir damals überhaupt bewusst war. Am 18. Mai bin ich seit vier Jahren trocken; ich arbeite als Suchtberater und Therapeut mit Menschen, die mit denselben Problemen kämpfen wie ich – auch während meiner eigenen Genesung. Die Einnahmen gehen an die Klinik, in der ich meine Entzugstherapie gemacht habe, und (zugegebenermaßen) wissen wir nicht wirklich, wie es danach weitergeht – oder ob es überhaupt weitergeht."

"Das Einzige, was mir nach dem Zusammenbruch durch meine Sucht Frieden gebracht hat, ist es, für andere da zu sein. Ich glaube, im Grunde ist die Veröffentlichung dieses Werks – für alle, die es hören müssen – eine Fortsetzung genau dieses Gedankens. Alles Schöne blüht aus dem Schlamm hervor. Alles Schöne wächst aus dem Dreck", fügte er hinzu. "Dies ist für diejenigen, die akzeptieren können, dass das Erlebte entweder der Giftbecher sein kann, aus dem man trinkt, oder das Gegengewicht, das einen selbst und andere emporhebt. Dass Unvollkommenheit menschlich ist. Und dass Leid zugleich einzigartig und universell ist."

"Receptivity" von Selfish Things ist ein rohes und schonungsloses Porträt der Auseinandersetzung von Frontmann Alex Biro mit dem Zusammenbruch und der anschließenden Genesung. Entstanden aus der Asche eines aus der Bahn geratenen Lebens – geprägt von jahrelangen, unermüdlichen Tourneen, Sucht und der Stille einer Pandemie, die zur Reflexion zwang –, ist "Receptivity" zugleich Rettungsanker und Wiedergeburt. Das Album, das in Zusammenarbeit mit den langjährigen Weggefährten Michael Ticar und Mike Tompa entstand und von Sam Guaiana (Bayside, Neck Deep, Against The Current) abgemischt wurde, nahm während der ersten Phase von Biros Nüchternheit Gestalt an. Es ist nicht bloß eine Rückkehr – es ist ein Bekenntnis. Brutal ehrlich, emotional aufgeladen und von Erlösung geprägt, steht "Receptivity" als Zeugnis für das Überleben, für die Übernahme von Verantwortung und für die Kraft, sich neu aufzubauen, wenn alles in sich zusammenbricht.

Ursprünglich als Soloprojekt von Biro gestartet, veröffentlichten Selfish Things ihre Debüt-EP "Vertical Love" (A Wolf at Your Door Records), produziert von James Paul Wisner (Paramore, Underoath, Dashboard Confessional). Die Veröffentlichung erregte die Aufmerksamkeit von Dan P. Carter (BBC Radio 1) und verschaffte der Band 2017 einen Platz auf dem Cover der Spotify-Playlist "New Noise".

Ihr 2019 erschienenes Debütalbum "Logos" (Pure Noise Records) – produziert von Drew Fulk (Knocked Loose, Beartooth, Lil Peep) – brachte der Band Platzierungen in mehreren Billboard-Charts ein, bevor die COVID-19-Pandemie den Albumzyklus abrupt beendete und die Band zu einer Zwangspause zwang.

In der Zwischenzeit arbeiteten Biro und sein Bandkollege Michael Ticar mit dem Juno-Award-prämierten Produzenten Mike Tompa zusammen; dabei entstand Musik, die ihren Ursprung in der Endphase der Sucht hat und den Weg in die Nüchternheit begleitet.

Heute, nach vier Jahren der Nüchternheit und mit beruflicher Erfahrung in der Peer-Support-Arbeit innerhalb der Tour-Szene, empfindet Biro die Rückkehr der Band weniger als bloßes Comeback, sondern vielmehr als eine Art Abrechnung – eine Gelegenheit, offen über Sucht, psychische Gesundheit und die Gefahr zu sprechen, Menschen auf ihre schlimmsten Momente zu reduzieren.

"Receptivity" ist ein Triumph menschlicher Erfahrung. Es ist die Geschichte eines Mannes, der die Tiefen seiner eigenen Schattenwelt versteht und sich ohne Angst dem Donnern seiner Vergangenheit stellt. In einer Gesellschaft, die von Spaltung und der Zurschaustellung moralischer Überlegenheit besessen ist, haben die drei Freunde ein Werk geschaffen, das untrennbar mit dem Hinterfragen des Status quo verbunden ist. Ein Album, das die Geschichte eines Mannes erzählt, der bereit ist, sich der Welt zu stellen und seine eigene Zerbrochenheit sowie deren Auswirkungen anzuerkennen – ganz ohne Schuldzuweisungen. Ein Mann, der der Spaltung und der Wut überdrüssig ist. Ein Mann, der sich zum Besseren gewandelt hat.

"Receptivity” Tracklist:
1. Intro
2. Plant The Seed
3. Sunlight
4. Violence
5. Effigy
6. Cracks
7. Liability
8. Mugshot
9. Eye For An Eye
10. Outro

SELFISH THINGS are:
Alex Biro
Michael Ticar

Quelle: cmm-consulting for music and media

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