MUSA DAGH - neue Single “Lights Of the Shadow”
Musa Dagh nach "Hollow Rooms" und "Beggars Banquet" gibt es ab sofort die neue Single "Lights Of The Shadows", das Album "Endurance" ab 11. September.
"Lights Of The Shadows" ist die dritte Single aus dem kommenden Musa-Dagh-Album „Endurance“ — mit der neuen Besetzung um Aren Emirze, Safi (Gesang/Bass) und Martin Kessler
Ab 10. September auf Tour:
10.09.2026 Köln - MTC
11.09.2026 München - Backstage
12.09.2026 Frankfurt/Main - Das Bett
24.09.2026 Düsseldorf - Ratinger Hof
25.09.2026 Hamburg - Hafenklang
26.09.2026 Berlin - Badehaus Berlin
22.10.2026 Karlsruhe - Die Stadtmitte
23.10.2026 CH-Oberentfelden - Böröm Pöm Pöm
24.10.2026 Ulm - Roxy
29.10.2026 Göttingen - Musa
30.10.2026 Hannover - Lux
31.10.2026 Kiel – Schaubude
Ticketlink: https://linktr.ee/musa.dagh
Musa Dagh - Lights Of The Shadows: https://www.youtube.com/watch?v=y8jSKSspFlA
Zur neuen Single sagt Aren Emirze:
“Die Ausgangsidee war überraschend einfach: Wir wollten einen Popsong schreiben. Nur eben einen Musa-Dagh-Popsong. Eine eingängige Melodie trifft auf kantige Gitarren, einen schrägen Beat und Safis eigenwillige Stimme. Uns reizte genau dieser Widerspruch: ein Song, der sofort hängen bleibt und sich trotzdem jeder offensichtlichen Pop-Formel entzieht.”
Musa Dagh - Beggars Banquet: https://www.youtube.com/watch?v=ru18drfXUxA
Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Kaum eine Band verkörpert diesen Gedanken derzeit so konsequent wie Musa Dagh. Die Formation um Aren Emirze bewegt sich seit dem selbstbetitelten Debüt von 2021 durch die Zwischenräume von Noiserock, Alternative und Post-Hardcore – laut, sperrig, emotional aufgerissen und zugleich getragen von einem feinen Gespür für Dynamik, Atmosphäre und Melodie.
Der Bandname verweist dabei auf den historischen Kontext des armenischen Genozids und bildet einen leisen, aber prägenden Resonanzraum im Selbstverständnis der Gruppe.
Von Anfang an wirkt Musa Dagh weniger wie eine klassische Band als ein offener Prozess. Keine feste Konstruktion, sondern ein Zustand permanenter Bewegung. Unterschiedliche musikalische Erfahrungen, Persönlichkeiten und Energien treffen hier aufeinander, verschieben sich gegenseitig und erzeugen genau daraus jene Spannung, die zum Kern dieser Musik geworden ist.
Schon die ersten Aufnahmen entstanden aus dieser Offenheit heraus. Begegnungen und Arbeitsphasen mit Thomas Götz, Sascha Madsen und Aydo Abay wirkten dabei weniger wie klassische Kooperationen, sondern eher wie Reibungsflächen, die den Sound immer wieder neu ausrichten. Musa Dagh klangen nie nach Stillstand – jede Verschiebung öffnete neue Räume.
Mit „Endurance“ tritt die Band nun in eine neue Phase ein. Die Veränderung wirkt nicht wie ein Bruch, sondern wie eine Erweiterung dessen, was Musa Dagh immer ausgemacht hat: Bewegung, Offenheit und Transformation.
Dass Safi schließlich nicht nur singt, sondern auch Bass spielt, war ursprünglich nicht geplant. Erst im Proberaum kam auf Anregung von Moses Schneider die Idee auf, den Sound um Bass zu erweitern. In diesem Moment öffnete sich für Musa Dagh ein neuer Raum. Nachdem die ersten beiden Alben weitgehend ohne Bassfundament entstanden waren, bekam die Musik plötzlich eine neue physische Tiefe und Körperlichkeit.
Safi selbst beschreibt die Entstehung von „Endurance“ als „Rückwärtsexplosion“. Die Songs seien bereits da gewesen, hätten sich durch die neue Konstellation jedoch verdichtet – „als hätten sie nur darauf gewartet, erweckt zu werden“. Entsprechend übernimmt sie neben dem Gesang auch den Bass. Ihre Stimme wirkt dabei nicht als klassische Front, sondern als zusätzliche Spannungsebene – mal fragil, mal direkt, mal konfrontativ.
Gemeinsam mit Martin „Dog“ Kessler entsteht so eine neue rhythmische Architektur innerhalb von Musa Dagh. Der Frankfurter Schlagzeuger, zuvor unter anderem bei Abwärts aktiv, spielt nicht nur, er treibt – konstant, motorisch, physisch.
Musa Dagh - Hollow Rooms: https://www.youtube.com/watch?v=vnhd2_FlCUQ
Für ihn liegt genau darin die Qualität der Band: „Musa Dagh ist wirklich frei in allem, was man macht.“
Im Studio wurde diese Entwicklung unmittelbar spürbar. „Wir gehen sehr achtsam miteinander um, aber gleichzeitig auch sehr vehement, wenn es um Ideen geht“, sagt Aren Emirze – der die Band seit Beginn als einziges konstantes Mitglied maßgeblich prägt.
Die instrumentale Basis von „Endurance“ entstand live im Studio Nord in Bremen. Die Gesänge wurden anschließend von Safi in ihrem Proberaum selbst aufgenommen und im engen Austausch mit Aren gemeinsam weiterentwickelt. Gemischt wurde das Album von Greg Gordon und gemastert von Fred Kevorkian in New York. Produziert wurde das Album von Moses Schneider.
„Musa Dagh sind eine Band, die immer auf die Füße fällt“, sagt er. „Egal, welchen Schicksalsschlag sie verdauen müssen.“
Zusätzliche Overdubs sowie der akustische Song „Not Even a Name“ entstanden im Tonstudio Bieber unter der Regie von Oliver Rüger. Der Song greift den historischen Kontext auf, der auch dem Namen Musa Dagh eingeschrieben ist, und bildet den ruhigeren, zurückgenommenen Inselpunkt des Albums.
Safi beschreibt die Sessions im Studio Nord als „eine Insel kollektiver Versenkung, Fokus, Nähe und zeitloser Atmosphäre.“
Das Ergebnis ist ein Album voller Spannung zwischen Stabilität und Zerfall: Gitarren schichten sich zu Wänden, die sich wieder auflösen, Rhythmen treiben nach vorne und kippen zugleich ins Instabile, während fragile melodische Linien kurz aufleuchten und wieder verschwinden.
„Hollow Rooms“ öffnet sich langsam in eine hymnische Weite, „Lights Of The Shadows“ lebt von Reibung zwischen Dissonanz und Klarheit und wirkt wie ein permanentes Gegeneinander von Spannung und Auflösung. „Fragments“ greift diese Energie zwar noch auf, löst sie aber bewusst auf und öffnet eine andere Seite von Musa Dagh – ein überraschend direkter, fast poppiger Moment, der die Band kurz in eine punkige, leicht schiefe Pop-Welt kippen lässt, ohne den Grundton ganz zu verlassen. „Goddine“ operiert permanent am Rand der Selbstzerstörung und zieht das Album noch einmal in einen Zustand maximaler Instabilität. „One Way Or The Other“ bildet schließlich den Abschluss – getragen von einem Monsterriff, das sich unnachgiebig nach vorne wuchtet und das Album ohne Auflösung, aber mit maximaler Konsequenz auslaufen lässt.
Vielleicht beschreibt Safi den Kern der Band am treffendsten:
„Musa Dagh ist Gewalt und Erlösung.“
Genau darin liegt die besondere Stärke dieser Band. Ihre Musik wirkt nie abgeschlossen, nie kalkuliert, sondern wie ein fortwährender Prozess – Menschen, die sich gegenseitig antreiben, verschieben und gemeinsam etwas suchen, das sich echt anfühlt.
„Endurance“ ist damit nicht nur ein Album. Es ist der Moment, in dem sich eine Band neu organisiert, ohne sich neu zu erfinden – und genau daraus zieht sie ihre Kraft.
Musa Dagh
"Endurance"
Label/Vertrieb:
Hayk Records/Cargo
VÖ: 11.09.2026
https://www.facebook.com/musadagh1915
Quelle: Oktober Promotion

