Luke Elliot - neuer Song "The King of Rock and Roll"
Luke Elliot kündigt neues Album an und teilt den Titeltrack "The King of Rock and Roll" - der Song vereint zudem eine ungewöhnliche Besetzung von Mitwirkenden.
Neben Elliot ist der legendäre amerikanische Songwriter Tom Russell zu hören, dessen Lieder in den vergangenen fünf Jahrzehnten von Künstlern wie Johnny Cash, Nanci Griffith, k.d. lang, Joe Ely und Dutzenden anderen interpretiert wurden.
An der Aufnahme ist auch der gefeierte schwedische Singer-Songwriter Arvid Nero beteiligt, dessen Stimme in den Backing-Vocals des Songs zu hören ist.
04.09. LUKE ELLIOT - "The King of Rock and Roll" (Icons Creating Evil Art/Rough Trade)
https://youtu.be/wNQBbnojODg
Das neue Album ist für den kommenden Winter geplant.
Zum 2023er Album "Let ’em All Talk" :
Rolling Stone (D) 4/5, Stereoplay 9/10, Guitar 4/5, eclipsed 8.5/10, Legacy 12/15
Das Wort "Inspiration" stammt vom lateinischen "inspirare" ab.
Wörtlich bedeutet es: "hineinatmen".
Ursprünglich verstand man unter Inspiration nicht einfach nur das Haben einer guten Idee. Sie galt als etwas beinahe Physisches, als eine spirituelle Kraft, die von außen in einen Menschen eindrang. Der Künstler wurde nicht als Produzent von Inhalten gesehen, sondern als Empfänger. Als Übersetzer. Als jemand, der für einen kurzen Moment von Bedeutung durchdrungen wurde. Genau dies bildete einen der Ausgangspunkte für Luke Elliots neues Album "The King of Rock and Roll".
Das Album – und insbesondere der Titelsong – nahm seinen Anfang in einem etwas eigenwilligen Gespräch zwischen zwei Musikern, die sich auf einen Kaffee getroffen hatten. Elliot und der Songwriter Frode Jacobsen (Madrugada) verstrickten sich in eine jener halb ernst gemeinten Unterhaltungen. Es ging um das Songwriting an sich. Um die Frage, ob Lieder aus der Fantasie, dem Instinkt, einer Besessenheit, aus Disziplin, göttlichem Wahnsinn oder schlicht aus der Weigerung heraus entstehen, einen "richtigen" Beruf zu ergreifen. Eine Art von Gespräch, das sich schnell im Kreis dreht. Doch irgendwann lenkten sie das Gespräch auf das Wort "Musik" selbst. Ein Wort, das vom altgriechischen "mousikē" abstammt – der "Kunst der Musen". Im antiken Griechenland war Musik nicht von Dichtung, Erinnerung, Erzählkunst, Rhythmus, Mythologie oder Emotionen getrennt. Sie galt als etwas Heiliges. Manche sahen in ihr eine Kraft, die fähig war, die Seele einer Zivilisation zu formen.
Dies führte sie schließlich zu Elvis – jener Kraft, die ihre Zivilisation geprägt hat und die für beide – wie natürlich für viele andere auch – eine Inspiration war und ist. Dabei ging es nicht um Elvis als Monument. Nicht um den Mythos aus Strasssteinen, der neben Postkarten und Kaffeetassen an Flughäfen verkauft wird. Sondern um Elvis vor der Mythenbildung: den unbekannten Jungen, der irgendwo zwischen Armut und Möglichkeiten stand und versuchte, seine Verwirrung in Klang zu verwandeln, noch bevor ihm irgendjemand gesagt hatte, dass dies unmöglich sei.
Bei den Gesprächen ging es bald weniger um den Prominentenstatus als vielmehr um die Verwandlung an sich. Welche unsichtbare Kraft treibt einen Menschen dazu, "The King of Rock and Roll" zu werden? Eitelkeit? Einsamkeit? Angst? Schönheit? Ehrgeiz? Wahn? Hunger? Wahrscheinlich von allem etwas.
Was Luke interessierte, war der Moment, bevor der Mythos zur reinen Ware erstarrt. Bevor die Darbietung institutionalisiert wird. Bevor der Künstler hinter der Interpretation verschwindet.
Denn in diesem Stadium ist der Künstler noch sichtbar.
Noch unsicher. Noch improvisierend. Noch dabei, vor Publikum zu probieren und zu scheitern.
Genau das wurde zum emotionalen Kern des Songs – und später des gesamten Albums.
"Bei dem Song geht es eigentlich nicht um Elvis", sagt Luke Elliot. "Es geht um den Moment, bevor der Mythos die Oberhand gewinnt. Bevor der Künstler zur Institution wird. Vor der Gewissheit. Jener zerbrechliche Raum, in dem man noch sucht, noch scheitert und noch versucht, aus der Verwirrung etwas Sinnvolles zu schaffen."
Während der Song unter der Mitwirkung von Luke Elliots langjährigem Produzenten und Weggefährten Freddy Holm Gestalt annahm, tauchte immer wieder ein Name auf.
"Tom Russell verkörpert seit jeher eine Art künstlerische Furchtlosigkeit, die ich zutiefst bewundere", erklärt Elliot. "Er ist einer jener seltenen Songwriter, deren Werk Generationen überdauert hat und in die Hände von Legenden gelangt ist. Dass er diesem Song seine Stimme lieh, fühlte sich fast surreal an. Er verstand sofort, worauf wir hinauswollten, und verlieh dem Ganzen auf irgendeine Weise noch mehr Menschlichkeit."
Nur wenige zeitgenössische Songwriter genießen so viel Respekt wie Russell. Er gilt oft als einer der größten lebenden Songwriter Amerikas; sein Songmaterial wurde von Künstlern wie Johnny Cash, Doug Sahm, Nanci Griffith, k.d. lang, Ramblin' Jack Elliott, Iris DeMent und Joe Ely aufgenommen. In einer mehr als vier Jahrzehnte umspannenden Karriere hat sich Russell als unverwechselbare Stimme in den Genres Folk, Country und Americana etabliert.
Ein weiteres unerwartetes Puzzleteil fügte sich ein, als sich die Wege von Luke und Arvid Nero kreuzten.
"Ich traf Arvid irgendwann während des Entstehungsprozesses und spielte ihm den Song vor", erinnert sich Luke. "Er fühlte sich sofort davon angesprochen. Nicht aus kommerziellen Gründen oder weil er sich davon einen Vorteil versprach – der Song gefiel ihm einfach. Ein paar Wochen später stand er im Studio und sang die Harmonien ein. Es fühlte sich völlig natürlich an. Seine Stimme fügte etwas Wunderschönes und Menschliches hinzu, das der Track wirklich brauchte."
Entstanden aus der Philosophie heraus, dass man der Inspiration folgen und sie nicht kontrollieren sollte, wurde "The King of Rock and Roll" zu einem der Songs, die Luke Elliot am schnellsten aufgenommen hat. Was als Gespräch begann, entwickelte sich zu einer spontanen Studiosession, die fast wie von selbst Gestalt annahm. Hinzu kamen weitere Mitwirkende wie Bebe Risenfors (Tom Waits, Elvis Costello), Lise Sørensen (Streicher und Background-Gesang) sowie natürlich Tom Russell und Arvid Nero.
Das Ergebnis ist ein Song, der über Ruhm und Mythenbildung hinausblickt und stattdessen nach jenem Funken sucht, der vor der Anerkennung, vor der Interpretation und vor dem Kommerz existiert.
Der Moment, in dem die Schöpfung beginnt.
Der Moment, in dem noch alle Möglichkeiten offenstehen.
Der Moment, bevor alles zur Legende erstarrt.
Mit "The King of Rock and Roll" lädt Luke Elliot die Hörer ein, an diesen Ort zurückzukehren.
More from Luke Elliot
Official Webpage: https://www.lukeelliot.com
Spotify: https://open.spotify.com/artist/7t6cXssTAtfc6F316tvLv7
Apple Music: https://music.apple.com/us/artist/luke-elliot/307636060
Facebook: https://www.facebook.com/lukeelliotmusic
Instagram: https://www.instagram.com/lukeelliotmusic
X: https://x.com/lukeelliot
Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Luke_Elliot
Quelle: cmm-consulting for music and media

