HAERDSMAELTA - finaler Song zur Albumveröffentlichung
HAERDSMAELTA erkunden den Verfall in "City of the Dead" – der finale Song vor der Album-Veröffentlichung.
25.09. HAERDSMAELTA – "City of the Dead"
https://www.youtube.com/watch?v=pxMg_fZRwOg
Mit "City of the Dead" fügen sich die letzten Puzzleteile von HAERDROCK zusammen. Die Stadt stürzt in sich zusammen, die Lichter brennen noch – und schon bereitet sich jemand darauf vor, alles wieder neu aufzubauen.
Album:
23.10. HAERDSMAELTA - "Haerdrock" (ICEA/Rough Trade)
Legacy - tipp 13/15: "Wer "Haerdrock" erst einmal hört, wird und kann diese Band nicht mehr vergessen und behält sie auf ewig im Herzen. ...Das ist schon irre – und eine richtig klasse Platte."
Die schwedischen Genre-Grenzgänger HAERDSMAELTA veröffentlichen am 25. September ihre neue Single "City of the Dead" über das Label Icons Creating Evil Art. Als letzte Single vor dem Erscheinen ihres kommenden Albums "HAERDROCK" gewährt der Song einen weiteren kompromisslosen Einblick in ein Werk, das von politischer Frustration, Umweltängsten und den absurden Widersprüchen des modernen Lebens geprägt ist.
Indem "City of the Dead" die rohe Wucht von Hardcore und Metal mit der Repetitivität des Industrial und der Spannung des Post-Punk verbindet, entwirft der Song das Bild einer Gesellschaft, die auf den Überresten all dessen errichtet wurde, was ihr vorausging. Die Straßen leuchten noch und die Maschinen laufen weiter, doch unter der Oberfläche liegen Generationen von Errungenschaften, Scheitern, Wissen und Vorurteilen begraben.
Der Song beginnt in einer Stadt, die teils als physischer Ort, teils als Geisteszustand existiert: ein Ort, an dem das Glück verschwunden und das Mitgefühl erloschen ist, während künstliches Licht über eine leblose Landschaft strahlt. Im Park singen tote Vögel, und die Bewohner bauen unermüdlich weiter, selbst als die Fundamente unter ihnen einzustürzen drohen.
Im Zentrum steht der brutal wirkungsvolle Refrain "We built this city on rot and mold" – eine bewusste Verfremdung von Starships "We Built This City (on Rock and Roll)" und ein weiteres Beispiel dafür, wie HAERDSMAELTA bekannte kulturelle Phrasen in etwas Dunkleres und Konfrontativeres verwandeln.
"Der Text dieses Songs spielt – wie bei etlichen unserer Lieder – mit bekannten Redewendungen. Diesmal hat es den Titel von Starships ‚We Built This City (on Rock and Roll)‘ erwischt, der hier gewissermaßen ‚geschändet‘ wird", erklärt die Band.
Doch das Bild von Fäulnis und Schimmel ist nicht bloß eine Anklage. Der Song beleuchtet, wie jede Gegenwart aus den Überresten der Vergangenheit geformt ist – seien sie nun gut oder schlecht. Wir tragen die Geschichte auf unseren Schultern, wohin wir auch gehen: Sie kann uns durch angesammeltes Wissen und Erfahrung emporheben oder uns durch ererbtes Unrecht und Vorurteile niederdrücken.
"Wo auch immer wir stehen und was auch immer wir tun – unsere Vergangenheit hebt uns empor oder beschwert uns. Die Städte, die wir heute errichten, bauen wir auf den verrottenden Überresten von gestern auf – und das ist auch etwas Wunderbares. In diesen Überresten stecken Generationen an Erfahrung und Wissen, die uns theoretisch zu neuen Höhen führen könnten. Wir müssen das nur mehr zu schätzen wissen und uns daran erinnern, wer wir sind und woher wir kommen."
"City of the Dead" nimmt zudem die Illusion historischer Utopien ins Visier: jene erträumten goldenen Zeitalter, denen manche noch immer nachhängen, die es aber in Wahrheit nie gegeben hat. Hinter der nostalgischen Fassade verbergen sich oft dieselben Vorurteile, dieselbe Dekadenz und Ausgrenzung, die zur heutigen Krise beigetragen haben. Die Vergangenheit lässt sich weder neu erschaffen noch ihr entfliehen oder sie einfach ablegen; man muss sie verstehen.
Die wiederholte Aufforderung, "es einzureißen" ("tear it down"), bietet daher keine einfache Erlösung. Wenn der Song in die düstere Anweisung übergeht, "weiterzubauen" ("keep building"), verschmelzen Zerstörung und Wiederaufbau zu einem einzigen, endlosen Kreislauf. Strukturen mögen zwar einstürzen, doch die Werte, die sie hervorgebracht haben, überdauern – es sei denn, man zieht Lehren aus ihren Überresten.
Wie HAERDSMAELTA es ausdrücken: "Das Problem ist, dass wir eine derart verwöhnte, arrogante und undankbare Spezies sind. Wir haben eine ordentliche Standpauke nötig – und eine gehörige Ohrfeige, die uns alle trifft."
"City of the Dead" folgt auf die bereits veröffentlichten Singles "Enjoy the Feast" und "The Kids Are Alt-Right", die jeweils eine andere Facette von HAERDROCK offenbaren. Während sich "Enjoy the Feast" mit Exzess, Konsum und Mitschuld auseinandersetzte, beleuchtete "The Kids Are Alt-Right" die Angst, die sich in etablierten Machtstrukturen ausbreitet, wenn sich die Menschen an der Basis mobilisieren und Gegenwehr leisten.
Zusammen etablieren die Singles HAERDROCK als eine wütende Auseinandersetzung mit Anti-Intellektualismus, Extremismus, Konsumwahn, Umweltzerstörung, Schuld und Angst. HAERDSMAELTA nähern sich diesen Themen, ohne politische Gewalt vom Alltag zu trennen: Die Welt des Albums wirkt vertraut, weil ihre groteskesten Züge längst zur Normalität geworden sind.
Doch die Botschaft der Band geht nie zulasten der Wirkung. "City of the Dead" ist konfrontativ, körperbetont und basiert auf Wiederholungen, die mit jedem erneuten Auftreten immer bedrückender wirken. Das Aufeinandertreffen von punkiger Dringlichkeit, der Wucht des Metal, der Düsternis des Post-Punk und der Dynamik des Industrial fängt die zentrale Spannung in der Musik von HAERDSMAELTA ein: den Drang zu tanzen, zu schreien und sich zu bewegen, während alles um einen herum auseinanderzufallen scheint.
Mit "City of the Dead" fügen sich die letzten Puzzleteile von HAERDROCK zusammen. Die Stadt stürzt in sich zusammen, die Lichter brennen noch – und schon bereitet sich jemand darauf vor, alles wieder neu aufzubauen.
"City of the Dead" erscheint am 25. September 2026 über Icons Creating Evil Art. Das dazugehörige Album HAERDROCK folgt am 23. Oktober.
HAERDSMAELTA - "The Kids Are Alt-Right"
https://youtu.be/l5TQ9jPaXDk
HAERDSMAELTA schlagen mit ihrer neuen Single "The Kids Are Alt-Right" Alarm. Die schwedische Underground-Formation verwandelt Angst, Ungleichheit und politische Panik in eine unwiderstehlich tanzbare Punk-Explosion.
HAERDSMAELTA - "Artificial Ignorance"
https://www.youtube.com/watch?v=2-B17AZKdlE
Der Song widmet sich Themen wie Selbstbezogenheit, destruktivem Individualismus und einer Gesellschaft, die sich zunehmend damit abfindet, Ignoranz zu wählen – all das präsentiert mit einer überraschend nonchalanten Rock'n'Roll-Attitüde. "‚Artificial Ignorance‘ entsprang den Sümpfen im Wald des verfehlten Individualismus. Einem dunklen Ort, an dem Menschen in Selbstbezogenheit versinken. Das Lied rückt die Verwandlung von Ignoranz in einen bösen Eigenwert in den Fokus. Kurz gesagt: Wir sind alle Arschlöcher und kümmern uns nur um unser eigenes Ego und unsere destruktiven Begierden."
HAERDSMAELTA - "Enjoy The Feast"
https://www.youtube.com/watch?v=Q5flGpIJ2qY
Teils politische Satire, teils dystopischer Fiebertraum – "Enjoy The Feast" fängt die einzigartige Fähigkeit der Band ein, echte Wut mit absurdem Humor in Einklang zu bringen. Das Ergebnis ist ein Song, der sich zugleich beängstigend aktuell und seltsam unterhaltsam anfühlt.
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Quelle: cmm-consulting for music and media

