SINCLAIR DEAD ZONE - 02 - Strafe

VÖ: 28.06.19
(Lübbe Audio)

Homepage:
JOHN SINCLAIR

Klapptext:

Detective Inspector John Sinclair ist tot! – Die Offentlichkeit ist arlamiert: Handelte es sich bei der Explosion der Baltimore wirklich um einen Terroranschlag? In welchem Zusammenhang mit den Ereignissen steht der Tod von Dr Rachel Briscoe, deren Körper von rätselhaften Tumoren gezeichnet war …?


Sprecher:

Sadako Shao – Stephanie Kellner
Zuko Gan – Gerrit Schmidt-Foß
Erzähler – Wolfgang Häntsch
Bill Conolly – Robert Kotulla
James Powell – Peter Kaempfe
Deirdre Watkins – Toini Ruhnke
Jack Bannister – Patrick Bach
Pam – Bianca Krahl
Gregory Turbin – Oliver Stritzel
Russel Lynch – Erik Schäffler
Eszter Baghvarty – Eva Michaelis
Menace – Kurono
Simon McKenna – Achim Schülke
kim – Anousha Faroukhmanesh
Hammerstead – Hartmut Baecker
Doug Kavanough – Wolf Frass
Antwon – Jan-David Rönfeld
Wladimir – Sven Plate
Aldours Lockhart – Bert Fratzke
Glenda Perkins – Lotta Doll
Moses – Julian Greis
Randolph Scott – Nicolas König
Particia – Ursula Sieg
Caitlin – Alexandra Lange
Obdachloser – Janis Zaurins
Nachrichtensprecher – Celine Fontagnes, Frank Gustavus, Volker Hanisch

Kritik:

Die wohl offensichtlichste Änderung zu Teil 1 dürfte wohl darin bestehen, dass man hier auf nur noch 1 CD mit immerhin satten 72 Minuten Spielzeit liefert. Wer hier allerdings auf ein zügiges tieferes Eintauchen in die Geheimnisse der Serie gehofft hat, wird enttäuscht werden. Denn die Handlung splittet sich schlagartig in sehr viele Nebenstränge auf, die die Haupthandlung eigentlich wenig voran bringen. Man nimmt sich extrem viel Zeit zum Charakteraufbau und entschleunigt die Story ein weiteres mal, teilweise gen Zeitlupe. Man schaut deutlich tiefer in die Köpfe der Hauptakteure, lernt deren Leben kennen, wundert sich aber im Gegenzug auch über Szenen, die eigentlich wenig Sinn ergeben beziehungsweise das Fortschreiten der Handlung weiter ausbremsen. Nichts desto trotz und das ist auch der Clou an „Strafe“ erhält Sinclair Dead Zone gerade durch diese honigtriefende, schleppende Erzählweise eine immense Atmosphäre mit drückend-düsterer Stimmung. Auch sind die neu gestalteten Sinclair-Charaktere (aus der eigentlichen John Sinclair Stammserie) kaum noch wieder zu erkennen. Hier trifft man erfrischenderweise fast nur auf vom Leben geprüfte Antihelden, die mit Einsamkeit, Drogen und Alkohol durch ihre Existenz schlittern. Die Sprecher leisten großes. Tadelloses Acting und markante Stimmen bezeugen eine Top Auswahl bei der Rollenvergabe. Musikalisch bleibt man extrem düster. Stützt die melancholisch, dreckige Handlung ganz hervorragend. Die letzte Zutat für diesen Coktail, die Soundeffekte, besitzen eine immense Dichte mit Hang zur perfekten, parallelen Realitätserschaffung.
Fazit:
Der Okkult-Thriller Mix erinnert mich immer wieder an eine Fusion aus Gabriel Burns und diversen Oliver Döring Werken. Die sehr dichte Inszenierung besticht, fasziniert und fesselt über die komplette Spielzeit. Allerding möchte man ab und an die Handlung ein wenig anschieben können wenn man allzu tief in das melancholische Leben der Hauptpersonen eintaucht oder ein kurzer Nebenplot geöffnet wird, der für die Handlung völlig unerheblich ist. „Sinclair – Dead Zone“ ist definitiv eine Serie, die sich extrem Zeit nimmt um sich zu entfalten und zu entwickeln. Dies tut sie mit ihrem eigenen Tempo, das im Bereich Hörspiel eher untypisch erscheint. Trotz allem erhält der Hörer hier ein tolles intensives Hörspiel, das aber schlussendlich nur im Paket mit allen 6 Folgen funktionieren kann und als Einzelhörspiel relativ unbrauchbar ist. 8,5 von 10 Punkte

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