CODY MCFAYDEN - Das Böse in Uns

VÖ: 20.12.19
(Lübbe Audio)

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LÜBBE AUDIO

Klapptext:

Smoky Barrett gehörte zu den besten FBI-Agenten der USA, bis der Doppelmord an ihrem Mann und ihrer Tochter ihr Leben zerstörte. Seitdem ist ihre linke Gesichtshälfte von einer Narbe entstellt. Nichtsdestotrotz ist sie eine brillante Ermittlerin, die perfekt mit Waffen umgehen kann.In Das Böse in uns wird Smoky Barrett nach Virginia beordert. Eine junge Frau wurde während eines Flugs ermordet und der Killer hat einen Hinweis im Körper des Opfers hinterlassen: Alles deutet auf einen religiös motivierten Serienkiller hin. Smoky nimmt die Ermittlungen auf und findet sich bald in einem Labyrinth nervenzehrender Ereignisse wieder.Nichts für schwache Nerven.


Sprecher:

Katy Karrenbauer – Special Agent Smoky Barret
Kerstin Draeger – Callie Thorne
Douglas Welbat – Alan Washington
Isabella Grothe – Elaoina Washington
Michael Bideller – Stellvertretender Direktor Jones
Lisa Ohm – Lisa
Charles Rettinghaus – Tommy
Arwen Beims – Bonnie King
Dietmar Wunder – Michael
Eva Michaelis – Kirby
Marion von Stengel – Rosario Reid
Robin Bosch – Yates
Sowie – Jürgen Uter, Peter Weis, Clarissa Börner, Nico König, Nico Klimsa, Flemming Stein, Johann Fohl, Nina Witt, Denise M´Baye, Marion Gretchen Schmitz, Joachim Kretzer, Wolfgang Riehm, Tina Eschmann, Anna Schäfer, Walter Wigant, Ila Panke.

Kritik:

„Das Böse in Uns“ ist der nunmehr bereits dritte Fall um Smoky Barret und ihr Team das Lübbe Audio uns Kredenzt. Die Einzige sehr offensichtliche Änderung besteht lediglich in einer logischen Schlussfolgerung die 4 CD´s nun nur noch als komplette Box und nicht mehr in Einzelfolgen zu veröffentlichen. Ansonsten ist eigentlich wahrlich alles wie gehabt. Mit den ersten Minuten taucht man sofort wieder tief ein in das recht skurrile Team um Smoky und den aktuellen Fall. Charaktere wirken sofort familiär, die ruhige sachliche Art der Erzählung wirkt entschleunigend auf den Hörer, der so den makaberen Erzählungen völlig entspannt hingeben kann. Ein weiterer perfider Fall beschäftigt das Team, Beicht-Morde bringen schnell die Kirche ins Spiel, die einen Großteil der Geschichte präsent sein wird. Cody McFayden ist ein Autor, der stets sehr sachlich schreibt und auch wenn er immer wieder auf das Privatleben seiner Hauptdarsteller eingeht und deren Gefühlswelt beleuchtet, sehr distanziert bleibt. Dies gibt auch den Grundton des Hörspiels wieder. Sachlichkeit, Ruhe, völlig abgeklärte emotionslose Ermittler und eine Art Betrachten von außen vermittelt diesem Hörspiel in Teilen eine gewisse Sterilität. Ein Umstand an dem ich mich bei diesen Hörspielen immer wieder ein wenig reibe. Denn emotional sind definitiv alle Sprecher völlig unterfordert und könnten deutlich mehr Gefühlswelt in ihre Dialoge legen. Stark fällt dies immer bei Dreh- und Angelpunkt Katy Karrenbauer auf. Hat sie reine Parts eines Erzählers klingt sie teilweise beschwingt und heiter als würde sie aus einem Kochbuch lesen. Geht sie allerdings in den Dialog, ist ihre Stimme nur noch kalt, unnahbar und sehr gefühllos. Ein kleiner Makel, der immer wieder einmal aufblitzt. Die Geräuscheffekte sind auch hier sehr hintergründig und minimalistisch gesetzt. Man setzt auf das Wort und nicht auf die Umgebung. Alles wirkt kühl und steril und entspricht so perfekt der Grundstimmung dieser Hörspielreihe. Wieder muss ich den Einsatz der Musik loben. Auch hier herrscht Minimalismus. Musik wird meist nur zum Szenenausklang eingesetzt beziehungsweise an der Schluss der jeweiligen CD gesetzt. Allerdings sind diese Songs dermaßen stimmungsvoll und atmosphärisch, dass sie tonnenschwere Emotionen erzeugen. Dies merkt man vor allem bei dem tollen Schlußsong, der einen langen Nachhall hinterlässt.
Fazit:
Ich bin mir sicher, dass dies nicht der letzte Fall um Smoky Barret war, den Lübbe Audio uns kredenzen wird. Auch wenn die teilweise sehr nüchterne Art der Erzählung teilwiese sicherlich verbesserungswürdig wäre. Nun hat man aber nun einmal diesen Weg seit drei Folgen eingeschlagen und wird diesen auch somit nicht mehr verändern. Friss oder Stirb. Aber da Regisseur Douglas Welbat es immer wieder meisterlich versteht, düstere, theatralische Stimmungen zu erschaffen, die Story auch hier fesseln kann und die Sprecherleistungen in Gänze in Ordnung gehen, darf ich auch „Das Böse in Uns“ durchaus empfehlen und 8,5 von 10 Punkte vergeben. Vor allem wenn man bedenkt, dass sich der Preis durch die Box im Gegensatz zu den Einzelveröffentlichungen nahezu halbiert hat. Daumen hoch.

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