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JOHN SINCLAIR - 193 - Invasion der Riesenkäfer

VÖ: 29.05.26
(Lübbe Audio)

Homepage:
JOHN SINCLAIR

Klappentext:

Ein grausam zugerichteter Toter führte Mandra Korab und mich zu einer privaten Auktion, bei der uralte Bestien versteigert werden sollten. Um was für Kreaturen handelte es sich hier? Was als normale Ermittlung begann, wurde bald zu einem gnadenlosen Kampf ums Überleben.

Sprecher:

Erzähler – Gregor Höppner
John Sinclair – DietmarWunder
Ansage – Ulrike Stürzbecher
Mandra Korab – Dirk Hardegen
Glenda Perkins – Britta Steffenhagen
Jane Collins – Katy Karrenbauer
Sir James Powel – Achim Schülke
Ahmed Gregori – Tetje Mierendorf
Dr. Eliza Ashcroft – Anna Katz
Freddie Mallory – Felix Isenbügel
Sascha Wolkow – Lukas Leibe
Mila – Pia-Rhona Saxe
Reeves – Peter Sura
Laura Mallory – Cathlen Gawlich
sowie – Tina Haseney, Wolfgang Bahro, Dirk Petrick, Anton Feiste, Marco Rosenberg, Elmar Börger, Harald Schrott, Gerald Schaale, Karim Khawatmi

Kritik:

Invasion der Riesenkäfer, eine Folge, die den Spagat zwischen Einzelhandlung und immer wieder eingestreuten, kurzen Bemerkungen oder Sprenkeln zur sonstigen Serienhandlung recht gut miteinander verbindet. Check. Recht gut gelöst, wie ich finde, denn die sonstigen Inhalte um die Riesenkäfer sind ein wenig dürftig. Ein Schelm, wer im Nachhinein an die Auktion aus Jurassic Park – Das versunkene Königreich denken muss, denn dieses Déjà-vu ist doch sehr verzahnt mit der hier enthaltenen Handlung. Der Einstieg ist erst einmal eine fast fünfminütige, inszenierte Lesung. Danach startet dann die fast schon seichte und an sich unspektakuläre Hörspiel-Handlung dieser Folge. Ich kann es nicht wirklich benennen, aber das eigentlich spannende Finale perlt auf unbekannte Weise völlig an mir ab. Ist es die zu starke, teilweise sehr ausgeprägte Erzähler-/Sprecherpart? Sind es die Erzähler, die deutlich weiter aus sich herausgehen könnten? Es ist schwierig zu benennen. Doch erst einmal zu den Sprechern selbst. Schön, dass man wieder einmal unverbrauchte, frische Stimmen vor das Miko geladen hat. Ich mag die Abwechslung, die Stil hier bietet. Schöne, charismatische Stimmen, denen man gerne lauscht. Allerdings fehlt mir, wie bereits erwähnt, fehlt mir innerhalb der Erzählparts ein wenig mehr Emotion. Das konnte man schon einmal besser, denn dadurch wirken spannende Passagen leider eher lahm. Kommen wir zur Musik. Einerseits ist es schön, dass Stil tief in eigenen Archiven kramt und sehr alte Stücke aus der Mottenkiste holt. So unter anderem des Öfteren mal der Soundtrack zu „Die Alchimistin“. An und für sich ein schöner Soundtrack, doch eben deutlich besser für Dark Fantasy geeignet als für unseren Geisterjäger. Das ist schade, denn gerade das Sinclair Musikarchiv wurde in den vergangenen Jahren doch sehr aufgebohrt und passt einfach deutlich besser zum Thema Horror. Geschmackssache, möchte ich meinen. Ein wenig mehr musikalischen Drive hätte aber auch diese Folge vertragen können. Vor allem im Finale. Soundtechnisch gibt man sich hier allerdings keine Blöße. Stark und druckvoll vertont man das Geschehen mit dem gewohnt cineastischen Grundton der Serie. Top.
Fazit: Inhaltlich grundsolide. Enttäuschenderweise aber auch kein echtes Highlight. Technisch überzeugt man hier mit Leichtigkeit und liefert schöne, frische Sprechrollen. Musikalisch sollte man sich allerdings ein wenig mehr auf richtig Spannung, Drive und Horror besinnen, statt zwanghaft alte Stil-Soundtracks zu verwursten. Es passt eben nicht immer alles. Schlussendlich bleiben bei mir 7 von 10 Punkten hängen, mit einem Hörspiel, das immer noch die oberen Ränge der Hörspielwelt abdecken kann.