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FANTASY TALES - 06 - Die Schüler des Nekromanten

VÖ: 24.07.26
(Contendo Media)

Homepage:
CONTENDO MEDIA

Klappentext:

Nach dem Tod seines Vaters schließt sich der junge Gwidion einem wandernden Nekromanten an, fest entschlossen, die Geheimnisse von Leben und Tod zu erlernen. An seiner Seite reist Merve, ein blindes Mädchen mit unheimlicher Begabung und scharfem Verstand. Zwischen verfluchten Friedhöfen, düsteren Städten und gefährlichen Aufträgen beginnt für sie eine Reise, die mehr fordert als Mut und Magie. Denn wer mit dem Tod handelt, zahlt immer einen Preis.

Sprecher:

Gwidion Twigley - Tom Sielemann
Breen O'Burn - Achim Schülke
Merve - Florentine Stein
Cresida Barrowcumb - Henrike Tönnes
Aelfric Barrowcumb - Bernd Egger
Caleb Corfex - Marko Bräutigam
Earl Kent of Beringham – Robin Brosch
Baldwin - Christoph Piasecki
Geisterfrau - Alexandra Lange
Eleanor - Zina Laus
Kinder auf dem Markt – Emily Matysik und Leon Aubrecht
Ghule - Christoph Piasecki
Passant - Thomas Birker
Credits - Helmut Sanders

Kritik:

Wer die bisherigen Arbeiten von Frank Hammerschmidt bereits kennt, wird wissen, was ihn hier erwartet. Die eher ruhig fließende Schreibweise seiner Geschichten wurde auch hier übernommen, die Handlung nimmt sich viel Zeit für Raum und die wenigen Charaktere und entfaltet sich ruhig und in beschaulichem Tempo. Ein Nekromant, der mit seinen beiden Schülern durch die Gegend zieht und seine Dienste auf Märkten und in Tavernen andient, sind die Grundzutaten der Story. Kurze, unheimliche Begebenheiten lockern zudem die eher langsame Art der Erzählung auf. Die Umsetzung des Ganzen ist einfach großartig. Von „bezaubernd“ bis „episch“ fallen mir hier viele wunderbare Begriffe ein, die die akustische Verpackung adeln. Die Produktion ist über die Maßen großartig. Sei es die mannigfaltige Soundeffektdichte als auch die wundervollen Musikstücke, die hier zu einer Einheit verschmelzen. So soll und muss Fantasy einfach klingen. Ohne Wenn und Aber. Contendo Media zeigt sich gerade mit diesen Punkten in einer ganz anderen Liga, als es sonstige Serien und Reihen tun. Die Sprecher sind ebenfalls toll besetzt und agieren makellos. Da man innerhalb der Story nahezu gänzlich auf Gewalt verzichtet, genauer gesagt diese so abgeschwächt umschreibt, könnte „Die Schüler des Nekromanten“ sogar als düster-dunkles Märchen durchgehen.
Fazit: Ein echtes Fest für die Ohren. Und dies in jedem Belang. Wer sich an ruhigen, aber wundervoll erzählten Geschichten erfreut, hat hier seinen aktuellen Lottogewinn in diesem Genre. Seichte Fantasy, die produktionstechnisch konkurrenzlos verpackt wurde. Ein schönes Ding. Und selbst oder gerade weil man Teile der Erzählung als unschuldig naiv bezeichnen kann und muss, unterhält diese seichte Fantasy-Story so wundervoll. 9,5 von 10 Punkten.