DIE ABTRÜNNIGEN - 02 - Die Hand auf der Schulter

VÖ: 06.11.26
(Runenklang Studios)
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RUNENKLANG STUDIOS
Klappentext:
Floran: Nachdem der Orden nun seine Anhänger zum Aufspüren der Ketzerin aussendet, muss der junge Ministrant Mos Dali folgen und die umliegenden Dörfer vor einer Infiltration der Therianer warnen. Ihn erwartet eine Probe, die ihn zeichnet... Tharina: Aufgelesen von einem Fremden, der sie als Sklavin verkaufen möchte, schwindet ihre Hoffnung auf einen Weg zurück. Auch wenn der Waldläufer ausschliesslich sein eigenes Wohl im Sinn zu haben scheint, ist er menschlicher als Mos Radon, bis er von ihrem Geheimnis erfährt...
Sprecher:
Carlotta Pahl – Tharina
Benedict Matysik – Floran
Günter Merlau - Mos Dali
Jan Abraham - Mos Radon
André Beyer – Dom
Björn Schalla – Xandor
Matthias Heyl - Dorfbewohner 1
Gerrit Petersen - Dorfbewohner 2
Thomas Birker – Prae
Anja Klukas – Frau
Christoph Piasecki – Gero
Konrad Bösherz – Cre
Bert Stevens - Dorfvorsteher
Kritik:
„Die Hand auf der Schulter“ splittet die bisherige Story nun auf. In zwei Erzählstränge, um genau zu sein. Nämlich den der jungen Tharina und ihrem Freund und Bruder im Geiste Floran. Wir erfahren nun viel über diese beiden und deren getrennte Wege. Während Tharina zur Gejagten mit einem mehr als unfreiwilligen Begleiter wird, ist Florans Weg zum Jäger nun immer deutlicher. Na, wer da nicht bereits an ein prickelndes Finale bei einem Wiedersehen der beiden denken muss. Die Charaktergestaltung lässt sich Zeit, bietet Raum zur Entwicklung und bewegt die Hauptstory dabei Stück für Stück nach vorn. Das ruhige Erzähltempo ist dabei nahezu gleichgeblieben und die Teile 1 und 2 verschmelzen dadurch zu einer Einheit. Wieder fällt das verliebt-verspielte Sounddesign besonders auf, das primär über Kopfhörer zur vollen Entfaltung kommt. Ebenfalls stimmig bleibt der Soundtrack, der gut zum Thema passt. Allerdings ist dieser auch hier eher untermalend, statt der Atmosphäre zu dienen. Hier könnte man ein wenig nachbessern. Um mehr an dichter Stimmung zu generieren. Aber auch hier sucht man eher das Haar in der Suppe, als einen echten Ansatz zur Kritik zu finden. Überhaupt ist das Mastering wirklich toll geworden. Auch die Sprecher bleiben auf hohem Niveau. Gerade das eher natürliche Spiel der beiden Hauptrollen hat mich dabei überzeugt, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat. Der Hauptast glänzt ebenso. Die Nebenrollen überzeugen. Einen klitzekleinen Punkt aber gibt es, der mich persönlich gestört hat. In Szenen, in denen die Dramatik ein wenig anzieht, bleibt der Erzählpart eher sachlich monoton, statt sich an die Geschehnisse emotionaler anzupassen. Dies würde deutlich mehr Wirkung in der szenischen Tiefe erzielen. Gleichwohl wurde auch Folge 2 sehr wohlwollend von mir aufgenommen. Man bleibt im Fluss, entwickelt die Charaktere und liefert weitere Einblicke in die Welt von Valeria. Bei einem so kurzen Release-Zeitraum hätte man sich das „Kurze, was bisher geschah“ allerdings schenken können, wirft einen dies immerhin kurz aus der nahtlos anschließenden Geschichte. Weitere 8,5 von 10 Punkten. Daumen hoch.

