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MORD IN SERIE - 20 - Gekauftes Glück

VÖ: 22.01.16
(Contendo Media)

Homepage:
MORD IN SERIE

Klapptext:

Nadine Schäfer und ihr Mann Tobias wünschen sich verzweifelt ein Kind.
Als eine Adoptionsagentur ihnen den kleinen Waisenjungen Mohan vorstellt, sind sie bereit, jeden Preis zu zahlen. Doch es scheint, als seien sie Betrügern ins Netz gegangen. Kurzerhand reisen die beiden nach Luxemburg, dem Sitz der Adoptionsvermittlung.
Dort bringen sie ihre Nachforschungen jedoch nicht nur in Lebensgefahr - plötzlich stehen sie ganz oben auf der Fahndungsliste der Polizei!

Sprecher:

Tobias Schäfer - Michael-Che Koch
Nadine Schäfer - Ela Paul
Lola Bernier - Tatjana Auster
Jean-Luc - Daniel Wandelt
Jussuf - Robert Missler
Mohan - Julian von Daake
Dr. Harms - Wolfgang Hartmann
Mathieu - Alain Courtois
Sprechstundenhilfe - Tanja Dohse
Kassiererin - Traudel Sperber
Frau Münster - Angela Quast
Radiosprecherin - Katharina von Daake
Abspann - Martin Sabel

Kritik:

Mord in Serie hat zum zweiten mal genullt. 20 Folgen, die definitiv von lang anhaltender Qualität zeugen. Dass man diese hier produktionstechnisch auch wieder locker halten kann, zeigt das satte, druckvolle Sounddesign mit unzähligen tollen und der Realität entrissenen Effekten sowie einem mehr als lebendigen Hörspielhintergrund. Die schmissige, fetzige Musik bleibt kurz und eingängig, passt perfekt zum Thema. Sie schmiegt sich homogen in das Geschehen und leitet durch die Storyübergänge. Ein weiteres großes Plus von „Gekauftes Glück“ ist der Bonussong von Sinestar – Fortunes Faded. Endlich wieder einmal ein netter Ohrwurm, der aus dem üblichen faden Popgedudel klar heraus sticht. Kritikfrei verlässt „Gekauftes Glück“ meinen Player allerdings leider nicht. Hier laufen zwei Punkte auf, die mich über weite Strecken einfach sehr gestört haben. Punkt 1 die Sprecher. Tatjana Auster mit ihrer gestelzten, abgelesenen Art und den falschen Betonungen geht einfach gar nicht und zieht das Sprecherniveau der anderen wirklich guten Hauptsprecher deutlich nach unten. Auch Radiosprecherin Katharina von Daake klingt mit leiernder Stimme völlig unglaubwürdig. Kein Wunder, dass die Gute bisher in keinen hochwertigen Synchronrollen zu hören war und hier eher die zweite Garde bildet. Sohnemann Julian kann mich, als fast gänzlich emotionsloses Roboterkind, das mal mit Akzent spricht und mal ohne, ebenfalls wenig begeistern. In Masse treten hier einfach zu viele mittelprächtige Sprecherleistungen auf, die das sonst wirklich hohe Contendo Niveau ärgerlicherweise stark nach unten drücken. Auch der ständige Wechsel von Akzent zu akzentfreiem Deutsch wirkt in diesem Zusammenhang ein wenig unausgegoren. Zur Story. Ist Stammschreiber Markus Topf im Schreibtief angekommen? Wo ist die Finesse im Zusammenspiel mit einer stimmigen Story vergangener Tage geblieben? Rein von der Idee her ist die Story um gefakte Adoptionsvermittlung zur Finanzierung terroristischer Anschläge gar nicht einmal übel und spiegelt aktuelle Themen nett verpackt und originell wieder. Dies erklärt aber nicht, dass außer der guten Grundidee vieles fast schon fahrig und gerafft abgehandelt wird. Zu viele, völlig selbstverständliche kleine Ungereimtheiten innerhalb der Story und ein Finale, das sehr sprunghaft und fast schon ein wenig befremdlich unspektakulär und sarkastisch zu Ende geht. Viel Reise und Flucht Geplapper steht hier in klarer Dissonanz zu einem zu schnellen Finale. Ja, man schafft es auch, spannende Momente zu kreieren, unterhält trotz angesprochener Kritikpunkte kurzweilig, doch zeichnet man einige der Charaktere einfach zu schwach und unglaubwürdig.

Fazit: Kurzweiliges und perfekt produziertes Thriller Hörspiel mit netter Grundidee. Leider ein wenig spannungsarm und von zu vielen mittelprächtigen, schlecht geführten Sprechern bevölkert, die diese Wertung leider deutlich schmälern. 6,5 von 10


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