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MAGISTARIUM – 5'55“ Till The End Of Days

09 magistarium

VÖ: bereits erschienen
(Eigenproduktion)

Style: Power Metal

Homepage:
MAGISTARIUM

Nach ihrem 2009er-Debüt „Faith in Salvation“ blieb es lange Zeit still um die Hannoveraner Powermetalband MAGISTARIUM. Jetzt meldet sich die Truppe mit neuem Album im Gepäck an der Metalfront zurück. Auf dem Zweitling „5' 55“ – Till the End of Days“ bewegt sich die Band wechselweise zwischen klassischem Power- und wohldurchdachtem Progressive-Metal, verliert dabei weder ihre Geradlinigkeit aus dem Auge, noch lässt sie das ihr eigene Quantum Progression vermissen. Das Konzeptalbum beschreibt den künftigen Weg der Menschheit in Zeiten völlig jeder Logik widersprechenden Massenkosumwahns, beleuchten mittels galanter Bombastanteile den Endkampf zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit, Himmel und Hölle, die sich, wenn man die Tageszeitung aufschlägt, an vielen Orten der Welt stets auf's neue abspielen, darüber thront ein schöpferischer Kosmos, dessen gewaltiges Ausmaß der Mensch sich nicht einmal begrenzt vorzustellen im Stande ist. Heroische Chor- und flexible die Tonleiter rauf und runter trällernde Klargesangsarien verschmelzen in ein Mosaik zahlreicher Spannungsbögen fußend auf barocken Hintergrundelementen gebettet in vielschichtiger Dramaturgie. Alle diese Vorzüge machen solcher Art liebevolle Konzeptalben für anspruchsvolle Hörer zum Genuss. Schnelle Powermetalorgien, in Form rasant VIRGIN STEELE ähnelnder Parts geben dem Songmaterial zusätzlich den hierfür erforderlichen Schuß Würze. Warnung: Wer Geradlinigkeit gegenüber Verschachtelung vorzieht, wird sich öfters an den sperrig scharfen Kanten der elf Tracks mächtig schneiden, obwohl das Gesamtkonzept eindrucksvoll glaubwürdig umgesetzt wurde. Dennoch macht es einem das Album keineswegs leicht. Parallelen zu komplexen Acts vom Typ MERCURY FALLING/SAVIOUR MACHINE, KAMELOT/SYMPHONY X gepaart mit Elementen, die an eine auch thematisch weitaus realitätsbezogenere Ebene so manchen Querverweis zu den Italienern RHAPSODY OF FIRE beinhalten, werten das Konzept um eine zusätzlich wertvolle Komponente auf, wenngleich till the End of Days in facettenreicher Form brillierend seinen durchaus eigenen Stil besitzt. Je länger das Album im Playerschacht rotiert, desto mehr steigert es sich, wenngleich manche Parts sich wiederholen, ist viel spannender Hörgenuss für unterhaltsam lange Abende garantiert! 8/10

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