WICKED MARAYA - Lifetime In Hell

03 wickedmaraya

VÖ: 18.03.2016
(Massacre records)

Style: US Power Metal

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WICKED MARAYA

18 lange Jahre sind nach dem letzten Lebenszeichen von WICKED MARAYA vergangen. Nach drei tollen Studioalben und langer Wartezeit ist der US-Powermetalfünfer WICKED MARAYA zurückgekehrt, um nun das vierte Album, das als ihr Debüt betrachtet werden kann nachzulegen. Warum dieses eigentlich für 1991 als Debüt geplante Album erst jetzt aufgelegt wird, hat einen zwingenden Grund, weil Unstimmigkeiten mit der damaligen Plattenfirma den Release lange Zeit verzögerten, wodurch das drei Jahre später 1994 erschienene „Cycles“ plötzlich zum Debüt wurde. WICKED MARAYA ergänzen mit dem offiziell endlich am 18. 3. 2016 seine Veröffentlichung feiernden „Lifetime in Hell“ ihre 90er-Phase, wo sie mit „Cycles“, „No Hope For Humanity“ und „Counterculture“ in der Zeitspanne von 1994 begannen und schließlich 1998 endeten. Einst aufgenommen in den Morrisound Studios (Tampa, Florida) kommt das Ding trotz rauer Härte kompakt fett heavy aus den Boxen, sauber harmonierende Twingitarren, mörderisches hämmerndes Doublebassfeuer, scharfkantige Riffs, vielseitig flexible Spannungsbögen eingetaucht in epischen Düsterbombast, feine Melodieführung, spannende manchmal proggige Rhythmus/ Tempowechsel und wundervoll viel seitig heroischer Klargesang eigener Stilnote, lauten die Merkmale einer begnadeten U.S. Combo, die klassischen U.S.-Metal auch vereinzelt mit Anteilen von Prog oder Thrash mischt. Kraftvolles Hymnenfutter das (nicht nur gesanglich öfters) mehr als ein ums andere Mal an die gepanzerten Heiligen ARMORED SAINT, MYSTIK oder frühe VIRGIN STEELE-Zeiten erinnert wie „Sounds of Evil“, „Lifetime in Hell“, „Tomorrow's Child“ (Hymne!), „Seizure“, „The Calling“, „River Runs Black“ und der schnelle am Thrashlevel kratzende Highspeed-Feger einschließlich fetter Midtempogrooveattacken präsentiert WICKED MARAYA in ausgezeichnet energiegeladen bissiger Verfassung; zwei unveröffentlichte Tracks („Fall From Grace“ und „Suicidal Dawn“ ) - letzteres präsentiert sich der Gegenwart angepasst, hat aufgrund Songstruktur und weinerlichem Gesang fast schon ein bisschen etwas von jüngeren ICED EARTH), die sich neben dem alten Material standhaft behaupten, runden eine dem anvisierten Fanspektrum bis heute durch fragwürdiges Management viel zu lange vorenthalten gebliebene Edelperle gelungen ab. Massacre Records haben gut daran getan, dieses hochkarätige U.S.-Powermetalkommando mit an Bord zu nehmen, wodurch der auf klassischen U.S. Powermetal geeichten Fangemeinde zwar noch kein ausgereiftes, dafür ein schon ziemlich gutes „Debüt“ präsentiert wird, dessen Inhalt sich für Genrefans die dringend eine Lücke schließen wollen als lohnenswert erweist. 8,5/10


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