VARDIS - Red Eye

05 vardis

VÖ: 20.05.2016
(Steamhammer / SPV)

Style: (Proto)-N.W.O.B.H.M. / Classic Hardrock

Homepage:
VARDIS

Seit ihrer Vorstellung beim KEEP IT TRUE, wo sie mich restlos davon überzeugten, das sie es auf dem Live-Sektor noch immer können, rotiert nun der brandneue Studiokracher von Steve Zodiac's Truppe im Player. VARDIS gehören zu den Urdinosauriern der frühesten Proto-N.W.O.B.H.M.-Anfänge, deren Wurzeln bis ins Jahr 1973 zurückreichen. Damals firmierten sie unter dem Logo QUO VARDIS, weil sie sich unverkennbar deutlich an STATUS QUO orientierten. Offizielle Umbennennung in VARDIS folgte vier Jahre später, 1977. VARDIS machen, soviel wird beim Hören von 'The Red Eye' mehr als deutlich, genau das, was ihnen am besten liegt, woran sie Spaß haben: Handgemacht ehrliche direkt ins Blut gehende Musik mit kräftigem Rock n' Roll-Faktor und mächtig Saft auf der Wumme! Klassischer Hardrock basierend auf Grundlagen eines äußerst breit abgesteckten 50er/60er und 70er-Jahre Feldes. Modern ausgerichtete Experimente sind vollkommen überflüssig, wenn der Groove stimmt. Das tut er bei VARDIS definitiv! Absolut hörenswert, was die Herren Steve Zodiac (Gitarre/Gesang), Martin Conelly (Bass) und Joe Clancy (Schlagzeug) auf 'The Red Eye' verzapft haben. Da fließt der Geist, es lebt die Essenz des wahren Rock n' Rolls! Egal ob stark blueslastiger Stampfrock vom Typ „Red Eye“, „Lightning Man“ fetziger Partyrock vom Strickmuster „I Need You Now“, „The Knowledge“, „Lightning Man“ oder heavy in den Hintern tretenden Bluesboogiesmasher vom Format „Back To School“, „Jolly Roger“ aus denen sich sogar 50er-Jahre Rockabilly Touch sowie einen Hauch von Elvis herauskristallisiert. Fein! „Hold Me“ galoppiert lässig im US-getränkten Westernflairs obgleich das Ross im zurück auf die Anfänge seiner Entstehung blickenden Blues gesattelt ist, der Spirit waschechten von Urvätern des britischen Blues in den 60er Jahren erzeugter Raumklangästhetik vom Schlage John Mayall wird hier mit jeder Note lebendig. VARDIS ein Name der seit über Jahren für handgemachten auf's Minimum reduziert ehrlichen Hardrock bürgt, zeigen sich auf dem in Digipack-Ausführung mit zwei Bonustracks bestückten Silbertaler von ihrer besten Seite, schlicht, so wie man sie als echter Fan, mag und wertschätzt. Herrlich rauer Gesang, ein Schlagzeug, das original nach Schlagzeug klingt, dazu Steve Zodiac's Axt, die unverfälscht kraftvoll raukantig knarrzende Riffs mit mächtig Kick Ass-Vorwärts-Drive aus der Hüfte schmettert, während seine unverkennbar bärbeissig rau eine Rockröhre im klassischen Sinne, wie sie im Buche steht, den Ton angibt. Der Einflussbereich von Vardis erstreckt sich von classic Hardrock a la LED ZEPPELIN/DEEP PURPLE/ SWEET über lässigen STATUS QUO-Groove zum verspielten Blues-Boogie mit Augenzwinkern zu RORY GALLAGHER/TEN YEARS AFTER einschließlich Whisky & Sonnenglas trockengereiftem Southernboogie Marke MOLLY HATCHET/ZZ-Top. „200. M.P.H.“ (Reprise) zieht gelungen Rückblick zur Vergangenheit. Beeindruckend, welch extrem vielschichtiges Sammelsurium breit gefächerter Classic,Blues-, Rock n' Roll, Rhythm & Beat Boogie-Rockschule hier aufgefahren wird

Fazit: Überzeugte N.W.O.B.H.M.-Fans werden um das pflichtbewusste Stück robust gehärteten England-Hardrock nicht herum kommen. VARDIS haben sich eindrucksvoll zurückgemeldet; sattelfeste 8 von 10 Punkten mit stark verdächtiger Tendenz nach oben sprechen deutlich dafür. Großartig, die neue VARDIS kickt, rockt, jammt, groovt und rollt wie Hölle!


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