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ALCATRAZZ - No Parole From Rock n' Roll / Disturbing The Peace / Dangerous Games / Live Sentence Re-Releases




VÖ: 11.11.2013
(Metal Mind Productions)

Homepage:
www.myspace.com/therealalcatrazz

No Parole from Rock n' Roll (1983) mit YNGWIE MALMSTEEN hatten sie einen Wundergitarristen, der schon bald zu höherem und klangtechnisch gesehen, härterem berufen, ausstieg und seine eigene Band (RISING FORCE) gründete und schon auf diesem Zehntracker sein großes Können andeutete. Das sich YNGWIE's Frickelei nicht immer so ganz mit des Ausnahmevokalisten und Vier-Oktaven-Stimmprofi Graham Bonnet's herausragendem Gesangsstil vertrug, tut der Qualität dieses durch die Bank erstklassigen Melodic-US-Hardrockdebüts dem ein starker AOR-Einschlag innewohnt, auch dreißig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung (1983) keinen Abbruch! YNGWIE MALMSTEEN fügte sich trotz aller Frickelei Banddienlich ein, die Keyboards kommen effektiv zur Geltung, Bass und Schlagzeug harmonieren und YNGWIE MALMSTEEN gab erste Kostproben seines herausragenden Könnens. Drei Bonus-Livetracks werten den Silberling zusätzlich auf, womit ein weiterer Anreiz gegeben ist, sich das Ding im Bedarfsfall unaufgefordert zuzulegen. Pflichtlektüre für Anhänger prickelnder

US-AOR/Melodic-Hardrockfeinkost!



Disturbing the Peace (1985)

hieß der zwei Jahre später 1985 folgende, kaum weniger schwache gar noch etwas stärkere Nachfolger eines grandios einschlagen Debüts. Mit STEVE VAI kristallisierte sich erneut ein exzellenter Saitenhexer heraus, der sämtlichen elf Stücken durch seine hochwertig-filigrane Griffbrettkunst einen unverkennbaren Stempel aufdrückte. Damit wußte auch der kaum weniger schwache, immer noch unverkennbar nach dem typischen ALCATRAZZ-Muster mit veränderten Gitarrensound und stärker eingesetzten Keyboards superb harmonierende AOR-Melodichardrock-Zweitling auf ganzer Ebene inhaltlich zu glänzen! Graham Bonnet lieferte wiederum eine ausergewöhnliche Top-Gesangsleistung, Steve Vai verließ die Formation ebenfalls nach nur einem Album, um in Dienste von Ex-VAN HALEN-Frontröhre DAVID LEE ROTH zu treten. Die Kooperation funktionierte perfekt. Das Album enthält mehrere MelodicAOR-Hard-rockperlen, u. a. „God Blessed Video“ und „Mercy“ Steve Vai's Abgang hinderte den hochkarätigen US-Melodic-hardrock-Fünfer nicht am Weitermachen, wofür man der Band Respekt und Anerkennung zollen muß.



Dangerous Games (1986)

Dementsprechend veröffentlichte der US-Fünfer schon knapp ein Jahr später 1986 sein Drittwerk „Dangerous Games“ . Dieser Output reicht jedoch keineswegs an die Klasse der beiden Vorgänger heran.Gitarristen gibt’s wie Sand am Meer. TOP-Saitenartisten wie YNGWIE MALMSTEEN oder STEVE VAI zaubert man in aller Regel selten aus dem Hut, sie sind in der Regel so häufig, wie die berühmte Stecknadel im Heuhaufen, weshalb Dangerous Games trotz überflüssiger Aufpäppelung mittels dreier Bonus-Livetracks wenn überhaupt allenthalben ein schwaches „Kann“ aber kein zwingendes „Muss“ für die US-Hardrockfangemeinde darstellt!




Live Sentence (1984)

erschien ein Jahr später nach dem grandiosen Erstlin No Parole from Rock n' Roll im Jahre 1984, dessen Trackliste mit der des herausragenden Debüts identisch ist. An der Qualität der Aufnahmen gibt’s nicht viel zu bekritteln. Fans und Sammler können sich das Ding, wenn sie es nicht schon haben, gleichermaßen ins Regal stellen, für Neueinsteiger in die Materie ist der Liveappetizer einen sicheren Geheimtipp Wert. US-Hardrockgourmets wissen das Ding jedenfalls schwer zu schätzen.

 

Fazit: Die zwei ersten ALCATRAZZ-Alben sind beste US-Melodic-Hardrockfeinkost, durch eine jeweils unverkennbar sich voneinander unterscheidend eigene Stilnote, zwei Ausnahmegitarrenhelden besonderer Art inklusive recht eigenwilligen Charakters und einen Graham Bonnet in Topform bestechend, Live-Sentence können sich Fans der Band ebenso bedenkenfrei zulegen, während das verpoppte „Dangerous Games“ absolut überflüssig ist.