EAT THE GUN - Stripped To To Bone




VÖ: 22.11.2013
(Steamhammer / SPV)

Homepage:
www.facebook.com/eatthegun.official

Seit 2002 existieren die Münsteraner EAT THE GUN bereits, mir ist die Band von der Arbeit für mein ehemaliges Zine noch gut in Erinnerung als sie mit klassischem Hardrock begann, zu dem sich nach immerhin elf Jahren ein unverkennbarer Stoner und Alternative-Einschlag hinzugesellt hat. Henrick Wipperman's Gitarrenriffs bilden noch immer die Grundlage der Musik von E. T. G. Gereon „Gerry“ Homann sorgt für entsprechend viel Dampf an Becken, Fellen und Kesseln, während Peter Burgmüller ein dichtes Bassfundament legt. Nummern wie „At the End of the Day“, „Wake me up“, „Apocalyptic Blues“ oder „Hot Blood bestechen durch ungemein hohen Partyfaktor und ein Maß Eingängigkeit wodurch Ryhthmus, Beat und Geradlinigkeit beim Münsteraner Trio besonders im Vordergrund stehen, die immer wieder mit schöner Brücke versehen oder lässigen Leadsoli gespickt sind. Mal ne Prise Hardrock, dann etwas Surfpunkt, Stoner, Alternative und immer mit kräftig Kick-Ass-Feeling voran... es ist dem Langdreher in jeder Rille anzuhören, das dieses Trio mächtig Spaß an flexibel gestalteter Musik hat, das ist es, worauf's ankommt, vor allem, wenn eine richtig schön deftig satte Rock n'Roll-Breitseite mit einfließt. EAT THE GUN-Supporter können aufatmen, auch das neue Album hat reichlich Feuer, so wie man es als Fan harter Rock n' Roll-Mucke von dieser Band seit ihren Anfangstagen liebt und gewohnt ist. Kurz, gehaltvoll und prägnant, statt ausufernd kompliziert und lang lautet die Devise auf Studiooutput Nummer Vier, wodurch sich die etwas kurz geratene Spielzeit, knapp 33 Minuten erklärt.. Auf Stripped to the Bone stehen Melodien und Texte wesentlich mehr im Vordergrund, was dem Trio besonders gut zu Gesicht steht, lockere Grooves, catchy Melodien, Ohrwurmrefrains en Masse, simpel, geradlinig, direkt und Party bis zum ultimativen Abtanzflasch – ohne Untertreibung lässt sich festhalten, das EAT THE GUN ihr bislang simpelstes jedoch auch mit Abstand reifstes Werk abgeliefert haben. Das trotz aller Partylaune, die das Album versprüht, auch nachdenklich sozialkritische Gedanken geäußert werden, zeigt echte Songwritingqualitäten von Format. E. T. G. Wollen nicht nur Spaß an ihrer Musik, sondern sie haben auch etwas zu sagen und gesellschaftskritisch waren ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, stattdessen der Gesellschaft ihren Spiegel direkt vor's Gesicht haltend, waren sie schon immer! „Made of Stone“ handelt von Kaltherzigkeit, Gier und Egoismus,- worunter häufig die Armen und Schwachen, die verletzlichsten Glieder in der Gesellschaftskette zu leiden haben - Werte, die schon viel zu lange unserer Gesellschaftsbild einer extrem auf Grund gelaufenen Sozialgesellschaft prägen, in ein trauriges Licht gerückt haben. Dank eines druckvollen Gesamtsounds weiß das Album auf ganzer Linie zu überzeugen. Der Wechsel zu Steamhammer/SPV scheint den Jungs sehr gut bekommen zu sein, das hört man dieser Tonkonserve mit jedem Ton an. Als Fazit bleibt letzten Endes nur festzuhalten: Stripped to the Bone ist Härtnern unterschiedlichster Coleur die Spaß an unkomplizierter Mucke haben, bedenkenlos zu empfehlen!