COVEN 13 - Destiny Of The Gods

VÖ: 12.11.2013
(Shadow Kingdom Records)
Homepage:
www.facebook.com/coventhirteen
Totgeglaubte Underground Bands aus den 80ern tun sich heutzutage recht schwer, etwas wirklich zählbares auf die Kette zu bekommen. Mittels Anpassung eines moderneren Soundgewands gehen solche Experimente häufig schief oder lassen ein halbgar bis aufgesetzt wirkendes Resultat zurück. COVEN 13 sind solch eine alte Band aus den 80ern, allerdings meilenweit davon entfernt, wie in obiger Beschreibung zu klingen. BLACK SABBATH/MERCYFUL FATE-Einflüsse werden bei zunehmender Rotationsdauer ebenso erkennbar, hinzu kommt das kauzige Flair solcher Epic-Dinosaurier wie MANILLA ROAD, BROCAS HELM oder CIRITH UNGOL. Dabei gelingt es der Band, keineswegs wie ein Plagiat genannter Szenegrößen zu klingen; allein das ist schon eine seltene Kunst für sich! Fette Gitarrenriffs gepaart mit griffigen Leads packen das Hörerklientel dort, wo's am empfindlichsten schmerzt. Allein der theatralische Gesang erinnert an eine Mischung obiger Acts; unwiderstehliche Doomgrooves werden lässig als sei es die normalste Sache der Welt aus dem Ärmel geschüttelt. Dezent vorhandene Bombastparts (z. B. tiefer Chorgesang, schauriges Gelächter, Orgelklänge), erlesene Melodien, abrupte, in gesunder Dosis verteilte Geschwindigkeits- Ausbrüche geben packenden Epic-Doomhämmern Marke „Thor's Twins“, „Walpurgisnacht“, „Witches Kiss“ oder „Spellbound“ genügend Substanz, um deutlich zu machen, das es sich bei diesem Stück Tonkonserve um ein echtes Referenzwerk handelt! Wer jetzt noch immer fest daran glaubt, COVEN 13 seien eine Doomband, kann sich mächtig schwer täuschen, dafür überwiegt der Zügigkeitsfaktor in Sachen Tempo- und Groove bei den Zehn Tracks relativ stark. „Frost Giants“ outet sich als echter gnadenlos direkt voll auf die Zwölf hauende Mörderspeedgranate im Hochgeschwindigkeitsrausch wie aus dem Lehrbuch, kurzfristig unterbrochen von einer kurzen Midtempobrücke, ehe die Temposchraube abermals kompromisslos angezogen wird! „She Rides the Dawn“ ist noch so ein Killerbrett, das Stück erzeugt mittels in norwegische Finstersongsphären getauchter Rhytmusgitarre sogar phasenweise finstere Black-Metal-Aura.-Wahnsinn! Um reinen Doom handelt es sich bei dem Silberdreher also unter Garantie nicht, stattdessen kommt ein bunt gemischtes, weit über dem Normaldurchschnitt liegend brilliantes Relikt klassischen Heavy Metals der wahlweise mit Hardrock-, Epic-, Speed und Doom(groove)anteil versetzt wird, zum Vorschein, für dessen Gehalt eine bombenfest haftend im 9er-Bereich klebende Wertung zu Buche steht!

