GLITTERTIND - Djevelsvart




VÖ: 22.11.2013
(Indie Recordings)

Homepage:
www.facebook.com/glittertindofficial

Seit 2004 mischt die Viking-Paganfolkrock-Formation GLITTERTIND im bezeichneten Genre mit. „Evige Asatro“ hieß ihr 2004 erschienenes Debüt, 2009 folgte ihr Zweitling „Landkjenning“, der an seinen immerhin fünf Jahre zurückliegenden Vorgänger niveautechnisch mühelos heranreichte. Mit "Djevelsvar"t veröffentlichen die Norweger GLITTERTIND anno 2013 ihr bislang ernsthaftestes reichlich melancholisch bis gar düsterstes Album, das vor emotionell tiefgreifender Schwermut strotzt. Elemente aus den Bereichen Hardrock und Heiden-Folk werden geschickt verbunden, der Gesang ist klar, das Textgut auf Norwegisch gehalten, wodurch sich richtige Stimmung ausbreitet, je mehr das Teil im Playerschacht seine Runden dreht. Folk, Vikingmetal und Rock treffen sorgsam kombiniert aufeinander. Locker eingängig jederzeit rhythmisch ins Blut gehende Grooves, ein variierendes Härtelevel und heroische Schlachtgesänge lassen an eine Höhlenlandschaft denken, in der Wikingerfamilien im Verbund hausen. Die gefühlvoll ins Geschehen eingebundene Flöte, Effektgitarre, Akkordeon, Backing Vocals, Trommeln, Chöre und beschwingt abenteuerliches Folkfeeling, hervorgerufen durch seltene Instrumentierung wie dem Akkordeon in Kombination zu trollisch wildem Gesang lassen Tracks wie „Djevelsvart“, „Sundriven“ , „Sprekk for Sol“ oder „Trollbunden“ lebhaft erscheinen. Geschichten aus einer Zeit alter Bräuche, Sitten, Märchen und Mythen besungen von Barden, in der es noch Werte wie Rittertum und Heldenmut gab. Synthiesounds, Klavierpassagen, Flötenklänge und Akkordeon geben tanzbarem Viking-Folkrock wie ihn das Norwegersechstett GLITTERTIND zelebriert, ein sehr dehnbares Maß an Theatralik, Verspieltheit und Leidenschaft. Heftige Schlachten stehen im Kontrast zu gefühlvoll sanft erzählter Ballade. Klagend melancholisch erinnert das Material an geheimnisvolle Orte in einer Zeit, in der Legenden, Abenteuer, alte Bräuche das Alltagsbild in einer Welt voller Elfen, Feen, Zwergen und Trollen, Drachen, sowie verwobener Geschichten über Hexen und Zauberer mit geheimnisvollen Kräften erzählt wurden, während mitunter auch Gefahren lauerten. Geeignetes easy listening-Futter für manch kalten Wintertag. Ohne lange viel zu zögern, gebe ich für das Zehntrackalbum starke 8,5 von 10 Punkten für ein außergewöhnliches Klangerlebnis, das mit zunehmender Spielzeit immens Gefühl und enorm Facettenreichtum offenbart, während es allerhand neues zu entdecken gibt. Die auf Bier, Wein und Met schwörende Humppa-Fraktion sollte spätestens jetzt hellhörig werden. GLITTERTIND haben eindeutig den Dreh raus. So wird Viking/Pagan-Folkrock effektiv gespielt!