EYE OF SOLITUDE - Canto III

VÖ: 25.11.2013
(Kaotoxin Records)
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Das mystische an eine Mischung aus frühen DIMMU BORGIR, 3rd AND THE MORTAL, TIAMAT und MOONSPELL gemahnende Intro von „Act I Between two Worlds“ lässt bereits erahnen, anspruchsvolles Hörfutter ist unterwegs, ehe urplötzlich ein fieser von Deathgrowls unterlegter Knüppelpart in Richtung HYPOCRISY früher TIAMAT, PARADISE LOST und gesanglich eine deathmetalversion von MOONSPEELL denken lässt, deren Ursprünge in Regionen sechs Fuß unter dem Erdboden liegen, die Ruhe brutal unterbrechend während erneut melancholische Düsteratmosphärebrücken den Spannungsbogen weiter webt. EYES OF SOLITUDE schimpft sich der hinter Canto III stehende Deathmetalfünfer aus Englands Hauptstadt London, dem ein gefühlvoll, brutal heavy desöfteren in melancholische Trauerregionen abgleitend anspruchsvoll umgesetztes Düsterschauspiel in sechs Akten gelungen ist. Doomdeath, dem es weder an tragenen Theatralikparts, mystischen Düsterelementen und herzhaft schweinisch brutal auf die Löffel hauender Deathdoomkelle fehlt, der stark von den Gothicdoombands der 90er geprägt ist, wobei verstärkt Anleihen zu PARADISE LOST, MOONSPELL, TIAMAT und MY DYING BRIDE in Erscheinung treten. Der kürzeste Track liegt bei knapp neun Minuten, der längste bei vierzehn, alles andere verweilt irgendwo dazwischen. Geduld ist eine Tugend, heißt es bekanntlich, umso mehr empfiehlt sie sich in Bezug auf diesen Silberdeckel, auf dem es sowohl gefühlvoll romantisch, als auch melancholisch und brutal Doomdeathlastig zugeht. Streicher, Piano, Chöre, Deathgrowls, Flüstersprechgesang, Akustikgitarren, schwere Doomdeathanteile, eine reichlich beklemmende Dramatik aufbauende Spannung und zwischendurch aufblitzendes Gothicflair geben dem Album genug Substanz, um der eigens gewählten Linie konsequent zu folgen, ohne an Niveau einzubüßen. Düstere Musik mit Tiefgang, Seele und schwerem Doom-Deathanteil, die ihr Fanklientel überzeugt. Rein Strukturell gesehen ähneln sich alle sechs Songs ein wenig, ihrer Stimmung und Qualität tut der Umstand keinen Abbruch, wofür Canto III folgerichtig mit 8,5 von 10 Punkten geadelt wird.

