SILENT FORCE – Rising From Ashes



(AFM Records/Soulfood)
VÖ: 13.12.13

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Silent Force

Nach sechs Jahren Veröffentlichungspause erzählte mir Bandleader Alexander Beyrodt (PRIMAL FEAR, VOODOO CIRCLE, SINNER) im Sommer diesen Jahres, dass ein neues SILENT FORCE Album mit neuem Line Up in der Mache wäre. Meine Vorfreude als bekennender SILENT FORCE Fan war dementsprechend groß, aber ich hatte bzgl. dem angekündigten Wechsel auch so meine Bedenken. Jetzt dreht sich die 5. SF-Langrille seit 2000 zu x-ten Mal und ich bin hin und her gerissen. Mit SILENT FORCE hat "Rising From Ashes" meines Erachtens nicht mehr all zu viel zu tun. Die einprägsamen, cleanen Vocals von jetzt Ex-Frontmann DC Cooper (ROYAL HUNT) gehören genauso der Vergangenheit an wie die einhergehende leicht progressive Auslegung vergangener Tage. Den Gesangspart hat jetzt Michael Bormann (POWERWORLD, REDRUM, Ex-JADED HEART) übernommen. Bormann sang schon bei der SF-Vorgängerband THE SYGNET und macht auch hier jetzt wieder einen ausgezeichneten Job. Nicht nur durch seinen raueren und rockigeren Gesang, sondern auch musikalisch bewegen sich die zehn neuen Songs mehr im Bereich des melodischen Hardrocks bzw. -Metals, was alleine schon durch die Hinzuziehung von Keyboardkünstler Alessandro Del Vecchio (HARDLINE, LIONVILLE) unterstrichen wird. Es ist auch nachvollziehbar, dass die Tracks aus der Beyrodt-Schmiede durchweg wieder eingängig und mit knackigen, Effekt beladenen Gitarrenriffs bestückt sind. Dass sie oftmals etwas an VOODOO CIRCLE, SINNER und sogar AXEL RUDI PELL (Song 5) erinnern wundert nicht wirklich, da Beyrodt's Dauerwegbegleiter Mat Sinner (PRIMAL FEAR, VOODOO CIRCLE, SINNER) jetzt auch hier den Bass bedient. "RISING FROM ASHES" ist musikalisch ein wirklich gutes Album geworden, auch wenn ich den Sound von Andre Hilger's Drums bemängeln muss, der mir doch zu dumpf und nicht genug differenziert ausgearbeitet wurde (Becken und Toms gleichen hier einer Fehlanzeige). Dass, was es hier zu hören und zu sehen gibt hat, außer vielleicht noch dem Coverartwork, mit SILENT FORCE nichts mehr zu tun. Vielleicht hätte man hier besser einen neuen Bandnamen wählen sollen, um weniger +/- Vergleiche, die nicht ausbleiben werden, einzuheimsen.
Ich empfehle daher folgende Titel als Anspieltipps, um sich selbst ein Urteil zu bilden:
“Circle Of Trust”, “You Gotta Kick It”, “Turn Me Loose”, “Born To Be A Fighter”,  
„Anytime Anywhere“.

Punkte: 6/10 (unter dem SILENT FORCE-Banner) und 9/10 (unter einem anderen Bandnamen)

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