PLACENTA - Missgunst Und Neid


VÖ: 13.12.13
(Noizgate Records)

 

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Mit PLACENTAs neuestem Werk wurde mir wieder mal ne Band untergeschoben, bei der ich dachte, besser spät als nie. Warum? Na ganz klar! Die Band besteht schon seit dreizehn Jahren, hat schon drei Alben veröffentlicht und ich höre erst jetzt von ihnen. Das ärgert mich schon ein wenig, denn ich steh total auf so kranken Scheiß, wie ihn diese Berliner Truppe fabriziert. Totales musikalisches Chaos, welches mit Einflüssen aus Metal, Death-Metal und Rock in Richtung Deatchcore tendiert. Angefangen hat diese Formation wohl als rebellierende und provozierende Punk-Band, doch die stetige Weiterentwicklung hat sie glücklicherweise zu ihrem jetzigen Stil geführt. „Missgunst Und Neid“ ist also nun das mittlerweile vierte Studioalbum, aber das erste, welches mit deutschen Texten aufwartet. Und das gibt bei mir sowieso immer einen Bonuspunkt. Auch wenn der Text aufgrund der Heftigkeit der Musik und des Gesangs teilweise nicht unbedingt verständlich ist, ist es dennoch total geil. Zehn Stücke haben ihr zuhause auf „Missgunst Und Neid“ gefunden, die Gesamtspieldauer beträgt etwas über zweiundvierzig Minuten und mit „Schlafe Los“ beginnt der Reigen. Dieser Song beginnt relativ harmlos und ein bisschen vertrackt, aber nach knappen anderthalb Minuten setzt der Gesang dazu ein, wobei man dann feststellt, dass alles so sein muss. Diesen wechselhaften Gesang zwischen Keifen und Klargesang meistern PLACENTA übrigens meisterlich. Nach ein und demselben Strickmuster werden die restlichen Stücke durch die Gehörgänge gejagt, wobei mir persönlich „Baroness“ (den Sinn der Texte erkenne ich zwar nicht, aber `Harry Potters Stab war zu schlaff, da ist auch nix mit warcraft` wird schon was bedeuten), „Nur Die Besten“ und „Tanzt“ am besten gefallen. Starke Scheibe, gefällt mir gut!