MOONCRY - A Mirror's Diary




VÖ: 06.12.2013
(SAOL)

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MOONCRY klingen wie eine halbwegs (nicht durchgängig) annehmbare NIGHTWISH-B-Variante auf Dark(Melodic) Metal, einschließlich viel Doublebassgeballer(!) der es am klaren Frauengesang ebenso wie am effektiv eingesetzten Männer-Tenor fehlt. Symphonische Songstrukturen sind vorhanden. Der stark tiefgegrowlte (manchmal geflüsterte oder einfach nur tiefkehlige Gesangsstil steht im Wechsel zu eindringlichem Flüstern oder theatralischem Tenorgesang. Wuchtige Gitarren- und Chormelodien sowie Düsterbombast („Defamed Pride“ werden in die Songs eingewoben. Das Songmaterial wirkt manchmal trotz guter Ansätze einschließlich Groovepassagen, etwas holprig konstruiert, darüber tröstet das nobel gestaltete Fantasy-Cover der CD kaum hinweg. Ideen und vielversprechende Ansätze in die richtige Richtung sind zwar vorhanden, (siehe „Reflections of Lies“ oder das auflockernde Akustikstück „The Beast Within me“), doch längst nicht so ausgereift, das sie dem anspruchsvollen Songwriting der Band gerecht werden. Deshalb sollte man sich künftig über stärker ausgereifte Songharmonien Gedanken machen, wenn aus dem anvisierten Sprung in höhere Regionen etwas werden soll. Knappe 6,5 Punkte von 10 reichen (noch) nicht.