SALEM - Forgotten Dreams

VÖ: 06.12.2013
(High Roller Records)
Homepage:
www.facebook.com/SalemBand
Die neue SALEM... darauf durften eingeschworene N.W.O.B.H.M.-Anhänger schon lange gespannt sein.Ein starkes Auftaktdoppel „Forgotten Dreams“ und „High Stakes“ unterstreicht schon mal den Status der Band zu ihren Anfangszeiten. Danach geht’s dem starken Anfang unverständlicher weise kaum weiter folgend, steil abwärts, statt exakt dort anzuknüpfen, wo es den Erwartungen laut Infozettel gemäß erforderlich wäre. Amtlich zumindest recht passabel, jedoch auch ziemlich einschläfernde Melodic-AOR-Schnulzenkost á lá „This Heart is Mine“, oder „Break the Chains“, die von bewährten Genrekulturträgern des AOR-Sektors beispielsweise JOURNEY locker um einiges effektiver dargeboten wird) kann überhaupt nicht im Sinne gewohnter SALEM-Qualität sein. „The Answer“, „“The Best is Yet To Come“ (trotz Folkeinschlags) oder „X-Rated“ kommen sich dem US-Markt anbiedernd auf Airplay schielendem Kitsch gleich. Beim treibend flotten „Reach to Eternity“ und im etwas mystisch angehauchten Schlußtrack „Aftershock“ zeigt die Crew um Vocalist Simon Saxby, der über ein flexibles, irgendwo u. a. zwischen SAXON und TANK liegendes Organ verfügt, das es auch anders geht. In Bezug auf den Silberdreher sollte man seitens des beigefügten Waschzettels besser die Kirche im Dorf lassen. Jeder Song ein Treffer! Ha selten so gelacht. Neue Maßstäbe setzen? Das tun SALEM mit Forgotten Dreams unter Garantie nicht! Dafür geht das Ding, wenn hier schon Comebackalben reszesiert werden, vergleichsweise zum starken SATAN-Comeback „Life Sentence“ extrem unter! Die Nummer eins unter den englischen Alben? Hmmm... tja, da gäb's wohl sicher einige Anwärter... Forgotten Dreams ist Lichtjahre davon entfernt, auch nur ansatzweise (!) in die Nähe des N.W.O.B.H.M.-Thrones zu kommen. Instrumententechnisch in Bezug auf Gitarren und Drumarbeit gibt’s kaum etwas auszusetzen 6 von 10 Punkten sind okay, nicht jeder Schuß entpuppt sich als Treffer. Neben knapp der Hälfte guter bis annehmbarer Songs ist auf dem Zwölftracker genug Füllmaterial vertreten, um Forgotten Dreams – (kommt Leute, bleibt ehrlich!) kaum über mittleres Durchschnittsniveau hinaus zu hieven.

