SENTINHELL - The Advent Of Shadows

VÖ: 16.12.2013
(Eigenproduktion)
Homepage:
www.facebook.com/Sentinhell
SENTINHELL klingt wie nach dem JUDAS PRIEST-Song „Saint's In Hell“. Das Anfangsintro zum eröffnenden Titeltrack „The Advent of Shadows“ erinnert vorweg zunächst aufgrund seiner Arbeitsweise an MANOWAR, ein deutlich hinkender, keineswegs der Musik allen Ernstes wirklich standhaltener Vergleich. Inhaltlich weist das überraschend komplex vielschichtige durch klugen Songaufbau gestaltete Debüt des Italien-Fünfers Parallelen zu klassischen Heavy Metalvorbildern wie BLACK SABBATH, HELLOWEEN, STRATOVARIUS, RHAPSODY und JUDAS PRIEST auf. Nummern wie „The Archmagus“ wirken trotz Keyboardanteilen welches dezent in den Hintergrund rückt, nie zwangsläufig aufgesetzt. Leichte Neobarockanleihen und klassische Heavy Metalschlagseite sorgen für gesunden Kontrast. Feinfühlige Leadsoli, spielerische Finesse, sphärische Melancholiebrücken inklusive Pathosanteil („Demon's Run“, das für mich beste Stück der CD) und ein lässiger Grooverockfaktor verleihen allen Tracks Abwechslung und an passender Stelle folgende Speedattacken schaffen ausreichend Freiraum, wo es erforderlich ist; abwechslungsreiche Gesangsarithmetik (theatralisches Klarorganakrobatik und zweistimmiger Wechselgesang), wohltuend platzierte Rhyhthmus- und Geschwindigkeitswechsel, (stellenweise wird’s gar ein wenig sperrig progressiv), sowie zeitweise fließend hymnenhaftes Flair fügen sich nahtlos ins Gesamtkonzept. Handwerklich ist den Italienern ein beachtenswertes Debüt gelungen, dessen anspruchsvoller Inhalt Anhängern klassischen Heavy Metals zwar keine Topbewertung abringen, in traditionellen Härtnerkreisen zumindest für respektvolles Kopfnicken sorgen wird. 7,5 Punkte von 10 sind für SENTINHELL schon mal kein schlechter Anfang.

