NIGROMANTE - Black Magic Night




VÖ: 07.01.2014
(Shadow Kindom Records)

Homepage:
www.facebook.com/nigromante.heavymetal?fref=ts

In Spanien blüht schon seit den 80ern eine kräftig brodelnde Heavy Metal-Szene, die seitdem bevorzugt im klassischen Heavy Metal-Sektor so manch brauchbares Eigengewächs hervorbrachte: BARON ROJO, SARATOGA, TIERRA SANTA oder MÄGO DE OZ, um lediglich vier davon zu erwähnen. NIGROMANTE sind eine weiteres. Die 2003 in Madrid gegründete Band spielt eine verwegene Mischung aus 80er Jahre Hardrock und N.W.O.B.H.M, wobei u. a. Einflüsse wie MOTÖRHEAD, ANVIL, SAXON, VENOM usw. zum Tragen kommen, ein leichter Anteil RAGE ist manchmal auch vereinzelt heraus zu hören, während der BLACK SABBATH-Vergleich laut Info sowie der schon etwas zwingend hineingebrachte US-Metal-Einfluss sich mir bei dieser Tonkonserve kaum erschließt. Der kratzig tiefe Gesang liegt stellenweise gar nicht unweit von GRAVE DIGGER-Stimmakrobat Chris Boltendahl entfernt, an mancher Stelle leicht räudige VENOM-Schlagseite aufzeigend. Einige immer mal wieder für etwas Auflockerung sorgend quirlige Rock n' Roll-Ausbrüche mit coolen Soli lassen zwischenzeitlich aufhorchen. Die schaurige, an eine Hexenverbrennung im tiefsten Mittelalter gemahnende Abbildung passt zum textlichen Konzept von Stücken wie dem Titelsong „Black Magic Night“, „In Nomine Pater“ „Satan Death Squad“ oder „Summoning Spell“. Häufig verweilt die Truppe im gepflegten Midtempobereich. Ein Überflieger ist auf „Black Magic Night“ nicht vorhanden, immerhin wissen die Spanier durch solide Handwerkskost zu überzeugen, obgleich die Texte in Englisch und Spanisch gehalten sind, fesselt die Mucke nur stellenweise, während sie ein andermal völlig ins Belanglose abgleitet. Damit verbleiben 5,5 Punkte von 10 für ein passabel tönendes Album, nicht mehr und auch nicht weniger.