MUSTASCH - Thank You For The Demon




VÖ: 10.01.2014
(Gain Music)

Homepage:
www.facebook.com/Mustaschofficial

Neues vom Schwedenvierer MUSTASCH. Der aktuelle Bastard aus klassischem Hardrock und Heavy Metal schimpft sich „Thank you for the Demon“. „Feared and Hated“ leitet hymnenhaft ins Geschehen ein. „Thank You for the Demon“ dröhnt in bekannter Weise so, ganz wie man es von MUSTASCH gewohnt ist, das Stück besitzt gebremsten DANZIG-Touch, wobei geschickt leicht orchestrale Elemente (Piano und Geige) zur optischen Untermalung dienen. „From Euphoria to Dystopia“ besticht durch harte Kernriffs. Ralf Gyllenhammar brüllt, röhrt und schreit bei dieser Granate, die zugleich neben „Feared and Hated“ das zweite Album-Highlight setzt, seinen ganzen Frust regelrecht heraus. „The Mauler“ wird von schleppender Geschwindigkeit dominiert, langweilt trotz orchestraler Hingergrundbeschallung auf Dauer ziemlich, dafür setzt der eingängige, sämtliche Stärken des Schwedenvierers bündelnde Grooverocker „Borderline“ umso deutlicher Akzente. Verworren geht's ab Track sechs weiter. „All my Life“beginnt ungewohnt akustisch, ehe im Rahmen dieser ambitionierten Halbballade, bei der Ralf Gyllenhammar persönliche Erfahrungswerte verarbeitet, die Steigerung zum explosiven Heavy Metal Kracher mit verträumter Pianosequenz gelungen ausklingt, womit der Band ein phantastischer Übergang in den Mittelteil des Langdrehers gelingt. Ansonsten ist bei MUSTASCH alles wie gehabt. Ralf Gyllenhammar's Organ besitzt seinen üblich rauen Charme, der geschickt mit Klargesang und impulsiv kraftvoll in tieferen Tonspektren gehaltenem Gebrüll kombiniert wird. „Lowlife Highlights“ outet sich als reichlich austauschbare Nummer, zugleich Schwachpunkt einer konstanten Scheibe, die sich trotz kompositorisch höheren Anspruchs irgendwo im Mittelfeld der MUSTASCH-Bandhistorie wieder findet. Mit „I Hate To Dance“ ist ein Smasher auf Basis lässigen Hitformats vertreten, der künftig im Live-Set der Schweden auftauchen könnte; entsprechend sinngemäß fordert der in den Song eingebaute METALLICA-Kult-Slogan aus den 80ern „Bang that Head, that doesn't bang“, zum Headbangen statt Tanzen auf, während beim akustisch Country gepeppten Rausschmeißer „Don't Want to be Who I Am“ dezente Akustikgitarrenklänge für einen verträumt ruhigen Abgang sorgen.

Macht 7,5 Punkte für ein Album, das trotz vorhandener Highlights auch seine Lowlights beinhaltet.

Anspieltipps: „Feared and Hated“, „From Euphoria to Dystopia“, „Borderline“ und „All My Life“.

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