CHROME DIVISION - Infernal Rock Eternal


01 chromedivision

VÖ: 17.01.2014
(Nuclear Blast Records)

Homepage:
www.facebook.com/chromedivision

Ein spannendes relaxt Country mäßig aufgebautes Intro („Good Morning Riot“) weckt Erwartungen. Das reichlich Druck versprühende „Endless Nights“ leitet sämtliche Bandtrademarks erfüllend ins Hörvergnügen ein. Inhaltlich bestimmt wie von CHROME DIVSION gewohnt eine wohl strukturierte Melange klassischen Hardrocks, mit Stoner, Blues-, Rock n' Roll-, Heavy Metal-anteilen versetzt und starkem On the Road-Feeling das Geschehen beim zunächst als Projekt gestarteten, heute als Band gereiften Norwegenfünfer. MOTÖRHEAD, MONSTER MAGNET und THE ALMIGHTY zusammen kombiniert, ergibt = CHROME DIVISION! Infernal Rock Eternal setzt, wie ich dem Album sofort anhöre, auf kraftvoll transparente Breitwandrockproduktion, die und hier liegt das Hauptproblem der Scheibe, den dreckigen Rock n'Roll-faktor stellenweise etwas ausbremst. „She's Hot Tonight“, die durch heftig Schmackes im Flügel und arschtighte Grooves regelrecht zum Headbangen anregende Hymne „The Absynthe Voyage“ und „Reaper on the Hunt“ sind klassische Hardrocker im typischen CHROME DIVISION-Gewand, wie man sie als CHROME DIVISION-Fan einfach mögen muss! Ihr Hauptmarkenzeichen neben Monsterfett groovend Schädel plättenden Riffs und stimmigen Leadsoli, den bärbeissig rotzend tiefgelegt schmutzigen Rock n'Roll-Gesang hat die heute reifer und erwachsener gewordene Doomsday- Rock n'Roll-Crew beibehalten. „Lady of Perpetual Sorrow“ ist eine melancholisch gefärbte, sich zwischen Akustikklängen á lá BLACK LABEL SOCIETY & Co. Halbballade und klassischem Hardrock bewegende Nummer. Deren sinnvoll arrangiertes Wechselspiel zu den Höhepunkten der Scheibe gehörend, zeigt den heutigen Entwicklungsstand der vom Projekt zur Band gereiften Combo deutlich auf. „The Moonshine Years“ wurde durch einige seltsam verquerte Soundsamples gestreckt, die irgendwie nicht so recht zu dem Stück passen. Das Experiment, verzerrten Gesang einzusetzen und mit Klargesang zu kreuzen, deutet auf kommerziellen Aspekt. „Not Bet for Free“ könnte als flottere sich ein wenig an Shockrock-Altmeister ALICE COOPER anlehnende Nummer plus kräftigen Background-Vocals im wesentlich moderner produzierten CHROME DIVISION-Stil durchgehen. „On the Run again“ outet sich als druckvoll den Kopf bearbeitender Brachialrocker mit leicht nachdenklich plus depressiv gefärbtem Touch. Das Stück zeigt unmissverständlich, wieviel Potential in dem Fünfer steckt! „Misstress In Madness“ mit saucool Tempodrosselnder Brücke im Mittelteil und lässigen Ohoohoohoohoo-Singalongs zum Ende outet sich als schneller High-Speed-Rock n' Roll-Banger mit deutlicher Orientierung zu den frühen Anfängen des Debüts. Mit „Ol“ wurde zum Schluß noch eine mörderisch auf's Fressbrett hauende-Thrashabrissbirne samt Punkeinfluss auf CHROME DIVISION-Art eingetrümmert, in der Mitte plötzlich zur Hymne mutierend, ehe abermals der Knüppel aus dem Sack geholt wird. Zwar erreicht Langrille Nummer vier erneut nicht die Klasse des von herrlich räudigen Straßencharme (inklusive Prollrockfaktor) gesegnet unschlagbaren Killerdebüts „Doomsday Rock n' Roll“ soviel bleibt festzuhalten (!), doch mangelt es Infernal Rock Eternal weder an Abwechslung, noch Hardrockflair, geschweige wohl durchdacht bissig-provokativem Textgut und klassischer Rock n' Roll Attitüde. All diese Faktoren sind mehr denn je vorhanden. Infernal Rock Eternal gehört zu den Alben, die an mancher Stelle vielleicht durchaus ihre zwei, drei Hördurchläufe brauchen, dann aber umso besser zünden! Erneut von einem exzellent gestalteten Coverartwork verziert, weiß der Silberling seine Rock n' Roll-Fangemeinde wie alle bisherigen Releases zu begeistern. Als Ergebnis stehen starke 8 von 10 Punkten zu Buche. Eingeschworene Turbodieselsound-Anhänger können bedenkenlos zugreifen!

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