DISTANT PAST - Utopian Void

VÖ: 17.01.2014
(Pure Steel Records)
Homepage:
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Der Name Adriano Trojano sollte geschulten Klassikmetallern von seiner Tätigkeit bei den ebenfalls aus der Schweiz kommenden Metallern EMERALD geläufig sein. Kraftvoll dröhnen mir gleich die ersten Klänge von „A Day of Darkness“ in die Ohren. Dramatischer Melodicmetal dem Leidenschaft, Powergroove und Abwechslungsreichtum keineswegs fremd sind, erwartet sein darauf eingeschworenes Fanklientel auch bei DISTANT PAST. Stilprägenden Einfluss beim Eidgenossenfünfer hinterließen IRON MAIDEN, HELLOWEEN, GAMMA RAY, EDGUY oder FREEDOM CALL, was jederzeit bei Nummern vom Typus „A Day of Darkness“ „Sceptre“, „Faces“ oder „The Illussion“, deutlich wird. Spätestens bei „Kingdom of Shadows“ kristallisiert sich der IRON MAIDEN-Faktor extrem heraus. Ex EMERALD-Frontröhre Jvo „Jay Jay“ Julmy brilliert mit flexibler Gesangsnote, die auch in der Lage ist, thrashlastiges Material wie „On the Edge“ problemlos zu meistern. Der Shouter macht einen Klassejob, was dem Endergebnis wohltuend zu Gute kommt. „The Hell of Verdun“ führt in nachdenlich machender Form das schreckliche Grauen der Schlacht von Verdun im 1. Weltkrieg, die im Jahre 1916 stattfand, (in einem von beiden Seiten erbittert bis zum Äußersten geführten Stellungskrieg ausartend) immerhin fast ein ganzes Jahrhundert zurückliegt, vor Augen. Tatsächlicher DIO-Einfluss lässt sich aus unerfindlichem Grunde beim laut Infoblatt selbst als solches bezeichneten RONNIE JAMES DIO-Tribut „Signs of the End“ zwar nicht ausmachen, doch spielt dies letzten Endes überhaupt keine Rolle, wenn das Endresultat stimmt. Gebettet in eine pralle, fast auf über proportional getrimmt dynamische Produktion sollten Anhänger klassischen 80er Metals und Powermetals Bedarfs halber reinhören. 7,5 von 10 Punkten für ein akzeptables Werk, dessen größte Trümpfe in satten Groovewechseln, fließender Melodie und erfrischend stimmkräftig variablem Klar-Gesang liegen.

