PLEONEXIA - Break All Chains

VÖ: 17.01.14
(Pure Underground Records)
Homepage:
www.facebook.com/thepleonexia
Vor zwei Jahren gegründet, gibt das italienische Sextett PLEONEXIA seinen Einstand auf Pure Underground Records. Das Sextett bezeichnet seine Musik als „Philosophischen Metal“ was in Bezug auf die Texte durchaus hinkommt. Klassischer Traditionsmetal trifft Neo Powermetal, aufgewertet durch vereinzelte Folk-, Epic-, Bombast- und Progressiveanteile, gern wird im Flotten Speedtempo auf's Gaspedal getreten, mitsingkompatibel-hymnenhafte Refrains, schöne Melodien und fett ballerndes Doublebassdrumming eingeschlossen. Shouter Michele Da Pila verfügt über ein angenehmes Hochton-Klarorgan. Alles in allem rauscht die Mischung sehr flüssig ins Gehör. Manches klingt noch nicht ganz ausgereift, doch was nicht ist, kann bekanntlich noch werden. An mehr als ausreichend vorhandener Kreativität mangelt es der talentierten Truppe keineswegs. Stilistisch ungemein schwierig einzuordnen, lassen sich Bands wie DEEP PURPLE, IRON MAIDEN, SLOUGH FEG, CAULDRON, SATAN, IRON FIRE, OMEN, HELLOWEEN oder BLIND GUARDIAN zum Querverweis anführen, wobei anspruchsvolles Lied- und Textgut wie „Iron Will“, „Everything You Said“, „Use Your Mind“, „We're not the Same“ oder „Freigeist“ ein recht umfangreiches Sammelsurium diverser Einflüsse beinhaltet, die kaum alle auf einmal am Stück zusammen fassbar sind. Soundtechnisch etwas dünn produziert, müssten künftig zwei Schippen draufgepackt werden, damit sich das Album in Sachen Klangproduktion im grünen Bereich wiederfindet, soweit ist es bisher noch nicht, dennoch: Das mit reichlich Ambitionen gestartete Sechstett PLEONEXIA hat mit seinem ungewöhnlichen Debüt „Break All Chains“ den ersten Grundstein gelegt, auf den sich künftig bauen lässt. Faire 7 Punkte von 10 sind zumindest schon mal kein schlechter, weitaus mehr als passabler Einstieg für ein angenehm hörbares Debüt.

