AXEL RUDI PELL – Into The Storm

(Steamhammer/SPV)
VÖ: 17.01.14
Homepage:
AXEL RUDI PELL
Viel verändert hat sich im Vergleich der letzten Veröffentlichungen bei AXEL RUDI PELL gegenüber dem neuen Longplayer „Into The Storm“ nichts, wenn man vom Wechsel an den Drums absieht, wo Bobby Rondinelli (u. a. Rainbow, Black Sabbath, Blue Öyster Cult, Doro) den Posten von Mike Terrana übernommen hat. Schon der Opener „Tower Of Lies“ spiegelt das am besten wider. Ein wieder knackiges, treibendes und melodiöses Stück PELL, wie man es seit gut 25 Jahren kennt und wie es der Fan liebt und hören will. Produktionstechnisch hat man meiner Meinung nach sogar etwas zugelegt und differenzierter bei den Instrumenten aufgenommen, was bei den im Midtempo angesiedelten „Long Way To Go“ und „High Above“ deutlich wird, wo man z. B. den schnarrenden Bass von Volker Krawczak schön heraushört. Seit Jahren wird bei PELL Alben nicht viel experimentiert. Die Songs werden nach wie vor nach einem bestimmten Schema geschrieben (bestimmendes Gitarrenriff, Gioeli’s markanter Gesang, melodiöse Bridge, eingängiger Refrain, Gitarrensolo). Hier und da ein paar RAINBOW-Vibes („Burning Chains“ oder „Touching Heaven“) eingebaut, an der Temposchraube gedreht und fertig ist der nächste gute Song. Auch die Balladen dürfen nicht fehlen, und so wurden hier mit „When Truth Hurts“ und „Hey Hey My My“ (Neil Young Cover) gleich deren zwei platziert, wobei letztere es in den Live-Set schaffen wird. Die orientalischen Klänge zu Beginn vom Titeltrack, dem mit 10 ½ Minuten Spielzeit längsten Stück auf dem neuen Silberling, passen zwar gut zum Song selbst, stehen aber nicht wirklich im Einklang mit dem gelungenen und schönsten Frontcover seit langem.
Unterm Strich für den PELL-Fan wieder ein unverzichtbares Album, übrigens das 15. Studioalbum, das zwar nicht viel Neues an den Tag legt, dafür aber alle Pell’schen Attitüden verinnerlicht und ein paar richtig gute Titel am Start hat.
Punkte: 8/10

