KAMPFAR - Djevelmakt


01 kampfar

VÖ: 27.01.2014
(Indie Recordings)

Homepage:
www.facebook.com/kampfarofficial

Egal ob Finsterstrukturen, tief gelegter Bass, einprägsame, klar im Stil von KAMPFAR gehaltene Riffs der scharfen Gangart, Frontmann Dolk keift und kreischt sich wie ein Besessener durch sämtliche acht Kompositionen, ergo: alles wie gehabt? Veränderungen? In Labeltechnischer Hinsicht ja, was auch produktionstechnische Folgen mit sich brachte, die sich soviel sei nur einmal ganz am Rande erwähnt keineswegs negativ auf den Inhalt von Djevelsmakt ausgewirkt haben. Der Wechsel zum Label Indie-Recordings hat sich jedenfalls kaum negativ ausgewirkt. Fetzige Pagan-Folk-Blackmetalreisser wie „Kujon“ oder „Fortapelse“ während Titel wie „Swarm Norvegicus“ und „Our Hounds, our Legion“ polarisierend zumindest inhaltlich sogar etwas in Richtung War-Blackmetal tendieren. Qualitativ bleibt sich die Norweger-Crew eisern treu, kaum einen Millimeter von ihrem bisherigen Weg abweichend. KAMPFAR sind auf dem Pagan-Sektor eine Bank. Das Gemisch aus Pagan/Folk/Blackmetal dröhnt bei den harten Passagen zerstörerisch derb, gefühlvolle Flötenklänge, Stampfmetalparts und Düsterdoomig schleppende Grooveparts untermalt von abgrundtiefem Blackmetalgekreisch erzeugen einen trotz inbrünstig zelebrierter Knüppelei angenehm wechselhaften Kontrast. Auf ihrem sechsten Studioalbum zeigen sich die Norweger mit neuem Klampfer Ole (seines Zeichens ebenfalls Basszupfer bei MISTUR), gewohnt bissig, düster, kraftvoll und rabenschwarz gefärbt, immens heavy groovend. Schnelle Blastbeat- Attacken die im Kontrast zu schleppend melancholisch-folkiger Düsterkomponente stehen, runden das Bild ab; folkig, furchteinflößend fies. Hypocrisy-Mastermind Peter Tägtgrens-Produktion verleiht dem Album ein immenses Maß purer Heavyness, an mancher Ecke besteht Verdacht, hier würde sich ein Hybrid aus IMMORTAL und HYPOCRISY aus den Boxen schlängeln; macht insgesamt 8 von 10 Punkten. Now, by the Way: ich geh' und ess' nun fleißig meinen Sauerampfer...