HANGATYR - Elemente


01 hangdyr

VÖ: 31.01.2014
(Eigenproduktion)

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Episch majestätische Hörnerklänge leiten das Titelgebende Instrumental verheißungsvoll ein. Frostklirrende Kälte, Mystik und dunkel vor sich hin kriechende Finsternis lautet der gestaltende Inhalt des vorliegenden Tondokuments. Neben tiefgreifender Epic fließt ein gerütteltes Maß urig altertümlicher Folklore ins Geschehen mit ein. Nachdem sie bereits mit ihrem vor gut vier Jahren veröffentlichten Erstling „Helwege“ für überregionales Aufsehen sorgte, schickt die Thüringer Pagan/Blackmetalband HANGATYR den Nachfolger ins Rennen. In Deutsch gehaltenes Textgut, frostklirrend kalte Gitarren und Genreübliche Melodien geben einem auf die Natur in ihrem Wirken selbst bezogenen Silberling sein passendes Gesicht. Vereinzelt kommen aufgrund wunderschön heroischer Parts direkte Querverweise zu Kapellen wie MITHOTYN oder ADORNED BROOD gedanklich in Betracht. Hymnisch, tiefgreifend und Emotional verbinden HANGATYR stürmische Blastbeat-Geschwindigkeitsorgien mit in finsteren Wäldern beheimateter Komponente bestimmen das Liedgut des talentierten Thüringer Fünfers. Vocalist Silvio verfügt über ein Heißeres, bei aller Rauheit in den Texten extrem verständlich tönend herrlich bissiges Keiforgan, das selbst Nicht-Black/Paganmetallern Alben derartigen Härtekalibers ein wenig näher bringt, wobei Tonkonserven wie diese aufgrund ihrer garstigen Atmosphäre trotz zwischenzeitlicher Melodienreichtumsfülle im besonderen vordergründig für ein speziell geeichtes Fanklientel gedacht sind, das sowohl Black- als auch Paganmetal mag, ohne auf traditionelle Folk(s)melodien verzichten zu müssen. Anhänger genannter Bands sowie generell aus beiden Lagern, - Pagan und Blackmetal - sollten Elemente einem Hörtest unterziehen. Zur Orientierung für eingängig-simpel überraschend sehr melodisch, emotional tiefgreifend, jedoch nie zu aufdringlich strukturiertes Liedgut aus bewährter Thüringer Traditionsschmiede stehen respektable 7 von 10 Punkten zu Buche, auf die sich künftig bauen lässt.