WINTERSTORM - Cathyron

VÖ: 07.02.2014
(NoiseArt Records)
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Bei Cathyron von der Bayreuther Formation WINTERSTORM handelt es sich um ein Konzeptalbum.Immerhin steht mit dem wunderschönen Epic-Intro „A Hero Rises“ zunächst ein traumhafter Anfang zu Buche. Die auf Power-, Folk-, Epic-, und Symphonicmetal basierende Fantasykonzeptgeschichte Cathyron erzählt vom ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. In der Welt Catyhron steht des Helden Teron's Kampf gegen das Böse im Vordergrund. Parallelen zum Herrn der Ringe oder dem PC-Spiel Skyrim sind hier durchaus naheliegend. Ein beliebtes, nicht wirklich neues Thema. Bombastischer Chorgesang, Melodiebögen, symphonische Arrangements, Folkanteile werden im klassischen Powermetalgewand kombiniert. Das an Abwechslung nicht unbedingt arme, von tiefem Tenor- über Sprech-, bis Operettenhaftem Frauengesang reichende Stimmspektrum rettet Cathyrion klar vor dem Absturz. Handwerklich gesehen entlockt der Zwölftracker dem Rezensent ab und an ein wohlwollendes Grinsen. Auffällig ist die Verarbeitung vieler Symphonic-, Folk,- und Epiceinflüsse bei permanent gleich bleibend sichlangweilend wiederholender Songstrukturen, zumal die besonderen Überraschungsmomente auf Cathyron nahezu vollständig fehlen, wodurch ein solch anspruchsvolles Tondokument schließlich erst seine Würze bekommt. Darin liegt der entscheidende Schwachpunkt. Cathyron ist im Grunde genommen kein schlechtes Album. Verheißungsvolle Ansätze sind tatsächlich vorhanden. Mehr Tracks der Sorte „Eldars of Wisdom“ oder „Metalavial“ dann stünde möglicherweise ein anderes Endresultat zu Buche. Es bedarf jedoch hierfür weitaus mehr, um an die Klasse von Genre-Hochkarätern des Symphonic/Orchestral Epic-Fantasy-Powermetal wie RHAPSODY OF FIRE, ORDEN OGAN, BLIND GUARDIAN und (bezogen auf den Inhalt mit leichten Abstrichen) ALESTORM und PERTNESS heranzureichen. Eine gewisse stilistische Nähe zu den Italienern RHAPSODY OF FIRE scheint des Öfteren verdächtig durch. Statt eines vielleicht erhofften Überfliegers ist die Geschichte von Cathyron trotz reichlich aufgefahrenem Bombast- und Folkanteil sowie massig symphonischer Arrangements beständig auf klassischem Powermetalfundament fußend, ein recht laues Lüftchen, das auf halber Strecke knapp die Fünf Punkte-Zone überschreitet; mehr als 6 von 10 Punkten sind trotz viel versprechender Ansätze leider nicht drin.

