STEEL PROPHET - The Goddess Principle


01 steel prophet

VÖ: 31.01.2014
(Pure Steel Records)

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STEEL PROPHET gehören zu den ewigen Insidergeheimtipps mit ungebrochenem Kultstatus. Nach drei vorausgegangenen Demos in den Jahren 1986 – 89 erbarmte sich dankenswerter weise endlich (!) das norddeutsche Label Brainstorm, diesen bis in die Neunziger ungeschliffenen Rohdiamanten unter seine Fittiche zu nehmen, wodurch 1995 das Debüt einer dem Metaluniversum (noch) weitgehend unbekannten US-Powermetaltruppe namens STEEL PROPHET schließlich seinen Weg in die Plattenläden fand, deren Name im schwermetallischen Untergrund innerhalb der folgenden Jahre für mächtig Furore sorgte. STEEL PROPHET haben bis dato locker über ein halbes Dutzend qualitativer Alben herausgebracht es ist nie gewiss, ob und wann endlich wieder eines erscheint. Dem entsprechend ist nur die Ungewissheit sicher. STEEL PROPHET sind eine Bank in Sachen Oldshool (US)-Powermetal. Daran gibt es überhaupt nichts zu rütteln! Warum das so ist, verdeutlicht schon das 1995er Debüt „The Goddess Principle“, womit der begnadeten Truppe um Rick Mythiasin und Steve Kachinsky Blakmoor einen blitzsauberer Start gelang. Das Album beinhaltet definitiv alles, wofür das Markenzeichen US-Metal seit der frühen Anfänge steht: Fesselnde, von wechselhaftem Kontrast rasant ausbrechender Hochgeschwindigkeits Speedtrips, galoppierend markanter Gitarrengrooves und auflockernden Midtempo-Brücken versehene Hymnen plus mitreißender Twin Gitarrensoli veredelt durch charismatischen Hochtongesang, der sämtlichen Klischees gerecht wird! Rick Mythiasin gehört zu den Ausnahmekönnern seines Faches, jeden Kniff in Punkto Klargesang beherrschend, Hochtöne ebenso lange haltend, kehlig aus dem Bauch heraus agierend und dabei ebenso in der Lage ist, an erforderlicher Stelle schrille (Hochton)-Schreie zu trällern. Intelligentes Textgut, sahnige Melodien, packende Rhythmus- und Tempowechsel sind weitere Markenzeichen von STEEL PROPHET. Das für die Entstehungszeit von The Goddess Principle ungewöhnlich rauhe Produktionsschema wurde beibehalten, wodurch die Musik mitsamt ihrer Haken und Kanten so ungeschliffen ausnahmslos natürlich original belassen klingt, wie sie ist.

Abgesehen davon wird der Hörer bei ruhigen, dezent ins Mystische gleitenden Parts, wie dem Instrumental „Ruby Dreams“ von ergreifend unter die Haut gehender Atmosphäre gefesselt in den Bann gezogen, während eine mörderisch Druck entfachend treibende Rhythmussektion keine Fragen offen lässt! The Goddess Prinziple beinhaltet robuste Gitarrenbreitseiten und wahnwitzige Flitzefingersoli gehobener Klasse und manchmal sogar leicht Proggefärbte Anleihen. Der 1983 gegründete US-Powermetalfünfer hat sich seit Ersterscheinen auf der Bildfläche in die Herzen einer bis heute treu ergebenen Fangemeinde gespielt. Yes! Hier lebt der wahre Heavy Metal-Underground-Kult! Keep it True/Headbangers Open Air, Metal Assault und Swordbrothers-Fans bekommen exzessives Faustballsyndrom, Haarschüttelfieber und Hörnergabel-in-die-Luft-Streck-Influenz, wenn der Name STEEL PROPHET fällt. Hymnen vom Format „Reign of Christ“, „Souls Without Honour“, „The Inner Voice Silenced“ oder „To Grasp Eternity“ sind über jeden Zweifel erhaben. Wem das innerhalb der nächsten Tage wieder neu aufgelegte Schmuckstück bislang fehlt, er/sie hat nun Gelegenheit, seine Sammlung um ein weiteres Edeljuwel zu bereichern. 8,5/9 von 10 Punkten für die Geburt einer seit den Achtzigern legendären US-Metal-Institution, deren Debüt sich nahtlos in die Elite-Liga erlesener US-(Power)Metal-Combos vom Kaliber LIZZY BORDEN, RIOT, VICIOUS RUMORS, HELSTAR, VIRGIN STEELE, METAL CHURCH, OMEN einreiht!