DRAWERS - Drawers


02 drawers

VÖ: 11.02.2014
(Kaotoxin Records)

Homepage:
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Nach einer Debüt EP („This is Oil“) und einem massiv zwischen MASTODON und BARONESS liegenden Full-Length-Debütalbum „All is One“, und einer Split mit „Hangman's Chair“ dreht sich nun der zweite vollständige Longplayer vom Franzosenquintett DRAWERS im Playerschacht. Irgendwie klingt das erste Stück „Once and For all“ als würde eine Thrashband vom Kaliber auf modernen Sludge mit einem Schuß Progressive und Stonermetal treffen, dabei Weihnachtslieder oder Willkommenshymnen aus Regionen sechs Fuß unter dem Erdreich darbringen, wofür der tiefkehlig aus dem Bauch heraus gegröhlte Gesang sorgt. Heavy ist das gebotene Material allemal, wenngleich es phasenweise verwaschen klingt. Danach geht’s häufig wesentlich langsamer und wie gehabt reichlich heavy zur Sache. „Take Stock“ oder „Shadow Dancers“ kommen gediegener und hart groovend schleppender auf den Punkt, manchmal wird die Temposchraube auch wieder kräftiger angezogen. Bei all ihrer Rauheit und Kantigkeit verliert die Band nie so richtig den Faden, die Songstrukturen bleiben erkenn- und überschaubar, was dem Tonträger wohltuend zu Passe kommt. Wild, knallbunt und reichlich schräg ist die Franzosencombo mit anderen wesentlich bekannteren Acts aus Übersee (genauer aus dem US-Bundesstaat Georgia) stammender Combos vom Typ BARONESS und MASTODON vergleichbar. Anteile von weiteren ähnlich stilverwandten Vertretern wie BISON B.C., KYLESA und HIGH ON FIRE ergeben eine kraftvolle Mischung, dreckiger Stoner-Sludgegrooves mit ein wenig Progressiveanteil aufgemotzt. Drawers beinhaltet deftiges Hörfutter, das sich vor den mehr oder weniger bekannten Szenegrößen nicht verstecken muss. Dementsprechend geben anerkennende 7 von 10 Punkten kein schlechtes Endergebnis ab.