BEHEMOTH - The Satanist


VÖ: 03.02.2014
(Nuclear Blast Records)
Homepage:
www.facebook.com/behemoth
Durch die Krankheit von Sänger und Mastermind Nergal sind fünf Jahre nach „Evangelion“ ins Land gezogen und es gibt wohl kaum eine andere Platte aus dem Death / Black Metal Bereich, die so sehr herbei gesehnt wurde und dadurch auch die Erwartungen weit oben waren.
Jetzt ist die Wartezeit vorrüber und mit dem bombastisch und opulent anmutenden „Blow Your Trumpets Gabriel“ kommt auch sofort eine geniale Nummer, die vor Düsterheit, diabolischem Druck, Erhabenheit, monumentalen Einschüben und massivem Riffing nur so strotzt. Wenn es dann zum infernalen Baller Ausbruch kommt, werden alle Grundmauern erschüttert und es fegt der Orkan der Verwüstung über uns hinweg, der sich mit dem bombastischen Backing zu einer phänomenalen Einheit vermischt. In extrem hohem Speed legt „Furor Divinus“ los, doch das soll nicht alles sein, danach ist Hyperblast in einzigartiger Art und Weise Programm, wie es nur die Polen schaffen. Dazu verschleppt das Stück auch immer weider geschickt das Tempo, die Riffs sind prägnant und der Gesang von Nergal phantastisch wie immer. Finster und bedrohlich wirkt „Messe Noire“ eine kurze Zeit, doch auch hier öffenen sich die Pforten der Hölle in Form rasender Ausbrüche, doch das Stück lebt von seinem Feeling, hier kommen Verzweiflung, Wut , Aggression und ein Hauch Melancholie in einem Track zusammen und werden zu einem explosiven Gemisch. „Ora Pro Nobis Lucifer“ ist im oberen Mid Tempo angesiedelt und übt dort einen treibenden Druck der Superlative aus, das im Hintergrund gespielte Solo besticht in jeder Hinsicht und danach wird mit „Amen“ alles verballert, was die Schießbude von Inferno hergibt, so ein Hyperspeed Track haut mich einfach total um. Das Titelstück gibt sich in Sachen Tempo bedeckt, da kommt mehr die Atmosphäre und sogar Melodie zum Zug, aber auch das haben BEHEMOTH in bestechender Form hingekriegt und so wird man als Hörer wie hypnotisiert von der Nummer. Der leicht orientalische Touch in „Ben Sahar“ lässt auch hier das Mystische aufkommen, was sofort dafür sorgt, dass man im BEHEMOTH Bann ist und nicht mehr davon loskommt. Dann wird wieder Überfall artig in „In the Absence ov Light“ geknüppelt, die Breaks sind hierbei einfach allererste Sahne und überwältigend, um dann im finalen „O Father O Satan O Sun!“ eine Bombast und eine Atmosphäre vom Stapel zu lassen, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellt. Vor allem der Part mit den gesprochenen Passagen und dem sich weit öffnenden Bombast ist einfach spitze.
BEHEMOTH haben schon immer starke Alben gemacht, aber „The Satanist“ ist stärker und mit dieser Top Leistung sind 9,5 von 10 Punkten in jeder Hinsicht verdient.

