RIOTGOD - Driven Rise


02 riotgod

VÖ: 21.02.2014
(Metalville)

Homepage:
www.facebook.com/riotgod999

RIOTGOD schimpft sich das Sideprojekt der MONSTER MAGNET-Rhythmussektion in Person von Drummer Bob Pantella und Basser Jim Baglino, die unabhängig vom raumgreifenden Sound ihrer Hauptband ihre eigene Vorstellungswelt umsetzen, die so rein ganz und gar nur wenig mit MONSTER MAGNET zu tun hat, was bei eher verhalten schleppenden Akustikparts von Up-Tempo-Rockern wie „Grenade and Pin“ zum Tragen kommt, ansonsten auf der geschmeidigen Hardrock-Schiene zwischen KYUSS, SOUNDGARDEN, oder in Gefilden exzessiver Hardrock und Rock n' Roll Bands aus den 70ern wie MOUNTAIN/IGGY AND THE STOOGES zu Hause ist, aufgemotzt mit rotzigem Straßenpunkfeeling, Hardrock und starken Abstrichen manchmal auch ein bisschen MONSTER MAGNET-Färbung schielt. Das stilistisch zwischen Stoner, Spacerock und Hardrock anzusiedelnde Gemisch beinhaltet klassische Rock n' Roll-Beats und lässt sich trotz irreführenden Covers generell nicht als reinrassiger Space(Hard)rock klassifizieren. Der Titeltrack Driven Rise lässt genug Platz für auf Stadionrock basierende Großraumriffs denen ordentlich Groove innewohnt. „Sidewinder“ entpuppt sich als zahnlos daher kommender Schmalz-Grunge, der von 90er-Szenekoryphäen wie ALICE IN CHAINS, PEARL JAM und SOUNDGARDEN um einige Klassen effektiver gebracht wurde, wobei es schließlich auch bleibt, die Grunge-Anteile treten zu meiner Freude verstärkt in den Hintergrund Merke: Zuviel Grunge tötet den Geist, Punkt. „Prime moment“ oder das unbeschwert flott, direkt in Mark und Bein gehende „Davos“ versprühen ausufernd wild pulsierendes Rock n'Roll-Feeling, dem lässiger Drive hinzugefügt wurde; verträumt abschweifende Spaceparts sorgen für Abwechslung besitzen damit ebenso ihre Berechtigung auf der Tonkonserve. Die easy goin' Session „Beg for Power“ unterstreicht den Vielseitigkeitswert zum Schluß nocheinmal deutlich. Durchaus nicht nur für MONSTER MAGNET oder KYUSS-Fans interessant, was der MONSTER MAGNET-Ableger auf die Beine gebracht hat, wobei RIOTGOD mühelos in der Lage sind, im passenden Moment eine kräftige Schippe nachzulegen; macht 7,5 von 10 Punkten. Anspieltipps: „They don't Know“, „Prime moment“, „Davos“ und „Beg For Power“.