FREEDOM CALL – Beyond

(Steamhammer/SPV)
VÖ: 21.02.14
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FREEDOM CALL
Die hier zu Lande oft gescholtenen und in der Szene belächelten Franken gehen unaufhörlich ihren eingeschlagenen Weg in Sachen happy angehauchtem Melodic Metal weiter und der Erfolg im In- und Ausland gibt ihnen recht. Auf ihrem 8. Longplayer in gut 15 Jahren bleiben die Melodic Metaller ihrem über die letzten beiden Alben eingeschlagenen Weg treu und gehen sogar etwas mehr in die ursprüngliche, also powermetallische Ausrichtung der Anfangstage zurück, wie die schnelleren Tracks „Heart Of A Warrior“ und „Edge Of The Ocean“ belegen. Mit dem Bombast unterlegten Opener „Union Of The Strong“, zu dem auch ein Video gedreht wurde oder dem hymnischen „Nights Of Taragon“, wählte das Quartett jedoch erstmal einen Einstieg ins Album, der den Kritikern der Band wieder genügend Futter zum Lästern geben wird. Reine Happy Metal Tracks wie „Come On Home“, „Journey Into Wonderland“ oder "Beyond Eternity", wie man sie auf der „Dimensions“ Veröffentlichung (2007) das erste Mal zu hören bekam, sind natürlich auch vertreten, bilden aber auf diesem Silberling eher die Ausnahme. Interessant und abwechslungsreich arrangiert gestaltet sich das opulent treibende, fast 8-minütige Titelstück „Beyond“, welches ein wenig an „The Quest“ vom zweiten Album „Empire“ erinnert und sich für mich als das Herzstück des Longplayers herauskristallisiert. Für den „Caller“, wie sich die Fans der Band gerne nennen, ist auf „Beyond“ songtechnisch aber auch alles vertreten, was die Band über die Jahre so populär gemacht hat. Ohne an der regelmäßig ordentlichen Produktion etwas zu ändern, entstand hier wieder ein gutes FREEDOM CALL Album, das die Tugenden der Anfangszeiten aufgreift und sich auch nicht vor neuen Einflüssen scheut, wie afrikanische Rhythmen bei „Dance Off The Devil“ belegen.
„Beyond“ beinhaltet 14 Tracks in der Jewel Case oder Digi Version und erscheint als Boxset mit einer Live Bonus CD (6 Live Tracks vom Black Forest Festival und 7 Songs der „Unplugged & Masqueraded Show – lag hier nicht zur Besprechung vor) bzw. mit 17 Songs als Doppel LP. Der Fan darf sich jetzt gerne aussuchen, welches Format für ihn das Objekt der Begierde sein wird.
Punkte: 8/10

