U8 - Pegasus 1001 / The Shaber (Re-Releases)


VÖ: 21.02.2014
(Karthago Records)
Homepage:
www.facebook.com/u8rockband?filter=2
U 8 – Pegasus 1001
1982 erschien das Debütalbum der Österreichischen Hardrockband U 8. Ein schmissiger Opener „God of the Highway“ leitet gekonnt in den Hörgenuss ein. Geboten wird engagiert vorgetragener Hardrock der Genrekollegen wie DEEP PURPLE, URIAH HEEP, PRETTY MAIDS, TWISTED SISTER, frühe tendenziell stark dem Hardrockbereich zugewandte JUDAS PRIEST (ehe Rob Halford's Crew auf der NWOBHM-Welle mitschwamm) oder die SCORPIONS angelehnt ist. Vom knackigen im Düsterformat groovenden an TWISTED SISTER („The Beast“ oder „Destroyer“) erinnernden Stampfer „Sherpin' Man“ über knalliges Rock n' Rollfutter („Straight into the Night“), catchy ins Ohr laufend von eingängigen Riffs begleitete Ohrwürmern („Fly Away“) , fetzigen Midtempo-Nummern („Long Nights“, nahezu rein auf Rhythm and ausgelegten Stampfrockern („Demon's Tale“), über flotte nach vorn gehende Powersmasher („Fast Driving Mama“) bis zur gefühlvollen Ballade „Fantasy for Dreamers“ bietet der 14tracker eine umfangreiche Palette klassischen Hardrocks. Erich „Lemmy“ Enzinger's flexibler Gesang gibt dem Stil der Österreicher eine sehr eigene Note. Der Sound hätte gern zwei Schippen dicker sein dürfen. Annehmbares Debüt der 1980 gegründeten Alpenlandkapelle. 7 von 10 Punkten gehen hierfür tendenziell in Ordnung.
U 8 – The Shaber
Im Vergleich zum etwas unterproduzierten Debüt, kommt der 1984 nachgeschobene Zweitling „The Shaber“ der nunmehr als Fünfer agierenden Hardrock-Truppe U 8 wesentlich druckvoll fetter produziert aus den Boxen. Inhaltstechnisch bleibt alles unverändert. Vom kernigen Midtempo- Groover, langsamen Stampfrocker, über den flotten Rock n' Roller bis zur gefühlvollen Ballade ist erneut alles vertreten, was den Sound der Truppe um ihren flexibel agierenden Sänger Erich „Lemmy“ Enzinger ausmacht, einschließlich vereinzelter Hintergrundchöre des bereits auf dem Debüt vertretenen Einfluss-Spektrums, DEEP PURPLE, JUDAS PRIEST, LED ZEPPELIN usw., allerdings empfiehlt es sich, seitens des Labels im beigefügten Infoblatt stellenweise nicht so überproportional dick aufzutragen. Ein sehr gutes Debüt lässt sich nicht steigern, Punkt. Da es sich bei "Pegasus 1001" nur um ein akzeptabel gutes, kein sehr gutes Debüt handelt, relativiert sich die Kernaussage logischerweise von selbst. Aufgrund kraftvollerer Soundabmischung leg' ich einen halben Zähler drauf und gebe dem "Pegasus 1001"-Nachfolger 7,5 von 10 Punkten. Das passabel umgesetzte LED ZEPPELIN-Cover „Rock and Roll“ bietet ebenso wenig Anlaß zur Kritik.

