SILENT OPERA - Reflections



VÖ: 21.02.14
(Massacre Records)

Homepage:
www.silentopera.com

Ein symphonisches Intro eröffnet das zweite Album „Reflections“ der Franzosen SILENT OPERA, bevor mit „Nightmare Circus“ der erste Song mit ordentlichen Prog-Schlagseite ertönt. Dazu gibt es weibliche Clean-Vocals mit männlichen Growls im Duett und auch wenn das nicht unbedingt meine bevorzugte Kombination ist, so stimmt hier wenigstens die Mischung. Leider verschiebt sich die Verteilung im Laufe des Albums etwas in Richtung der Growls und auch die musikalische Linie geht weg vom Prog und es gibt mehr Anleihen beim Death-Metal. Dadurch wirken die Songs austauschbar und verlieren doch einiges an Spannung, die beim Opener noch erkennbar war. Hatte ich anfangs noch die Bezeichnung Symphonic-Prog-Metal im Kopf, würde ich nun eher zu Melodic-Death-Metal mit Prog-Anleihen tendieren. Vergleiche mit anderen Bands fallen daher schwer und am ehesten kommen da noch TRISTANIA in Frage, auch wenn dies nur bedingt zutrifft.

Fazit: Die guten Ansätze werden leider nicht zu Ende geführt und so wird das zweifellos vorhandene Potenzial nicht so genutzt, wie es möglich gewesen wäre. Wer trotzdem mal reinhören möchte, dem empfehle ich „The Great Chessboard“ und das abschließende „Sailor Siren And Bitterness“. 6,5 von 10 Punkten.

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