WHEN ICARUS FALLS - Circles


02 whenicarusfalls

VÖ: bereits erschienen
(Eigenproduktion)

Homepage:
www.facebook.com/whenicarusfalls

Das ist mal wieder eines der Alben, die es mir keineswegs leicht machen, hier die richtigen Worte zu finden. WHEN ICARUS FALLS kreisen auf ihrem „Circles“ getauften, immerhin fast Neunundzwanzig Minuten im Player rotierenden Viertrackling in verträumt melanholisch, leicht düster, zeitweilig auch schon mal etwas mystisch gefärbtem Gewässer. Neben dem häufig stark im Vordergrund stehenden Keyboard, fließt die Mischung aus Melancholie, schrägem Zerreffekt, größtenteils doomiger Atmosphäre und schwer definierbar modernem Kreischgesang nahtlos und überraschend stimmig ineinander, die Gitarre kommt immer dann für brachiale Härte sorgend zum Einsatz, sobald es erforderlich wird. Post-Noiserockfans werden Gefallen an „Circles“ finden. Ziemlich intensiv schwerblütig und vor allem stark unter die Haut gehend, was W. I. F. hier ablassen. „Erechtheion“, „The Great North“, „Celetial Bodies“ und „Nyx“ sind auf ihr spezielles Fanklientel zugeschnittene locker die Sechs Minuten Grenze überschreitende Kost, an der sich Schubladendenker und Puristen gleichermaßen die Zähne aus beißen. Musik zum Träumen und gleichzeitig sich Wachrütteln lassen. Explosive Gitarreneruptionen und heißer klagendes Geschrei verdichten sich zu massiv dunkel gefärbten Wolkenschleiern. Nichts für die Massen, aber dennoch im XXL-Breitwandformat produziert, um fast schon wieder einen Schritt weit Mainstream zu sein. Fazit: Kleiner (Modern)-Post-Noiserock-Progressivemetalhappen aus dem Schweizer Lande, dessen Inhalt eingefleischten Genreanhängern das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen dürfte. 8,5 Punkte von 10 für künstlerisch auf starkem Level agierend hochmoderne Klangfarbenspielerei.