THE TREATMENT - Running With The Dogs


02 thetreatment

VÖ: 21.02.2014
(Spinefarm Records)

Homepage:
www.facebook.com/TheTreatmentOfficial

Eine weitere Band aus England schickt sich an, die Welt des harten Rocks zu erobern oder auch nicht. Im Fall von THE TREATMENT schlägt das Pendel stark in Richtung ersterer Option. Wundervoll erfrischend, was dem Fünfer auf „Running with the Dogs“ gelingt, von den zwei vollkommen überflüssigen, gewaltig aus dem Rahmen fallenden lediglich auf Schlaftabletten eine Art von Reiz ausübenden Schnulzenballaden „Cloud Across the Sun“ und „Unchain my World“ abgesehen, rockt sich der UK-Fünfer auf seinem zweiten Studioalbum durch elf Nummern, das es nur so kracht im Gebälk. - Die zwei genannten Stücke killen zwischendurch extrem das intensiv aufkommende Feeling! Lockere Singalongs, schöne Melodielinien, catchy Ohrwurmrefrains und von der Picke an steil gehende Leadsoli verleihen der 13-Track-Tonkonserve lässig viel Drive und reichlich Wums auf der Omme. Stimmlich weiß Frontmann Matt Jones dank seines klaren, betont stark blueslastig röhrenden Gesangs Akzente zu setzen. THE TREATMENT sind eine weitere Band aus dem schier unerschöpflichen Fundus klassischer Hardrockmucke aus good old England. Wo zum Teufel holt der U.K. bloß immer so heftig geil mit Schmackes Arsch tretende Combos her? An den HARRIS-Studios allein kann's wohl sicher kaum liegen. Der passend gewählte Bandname THE TREATMENT steht für Kick Ass-Rock n' Roll mit lässig aus dem Halfter gezogenem rauen Straßencharme, reichlich Esprit und vereinzeltem Glam-Flair. Des Öfteren kommt dem Rezensenten eine heftig ins Blut gehende Mischung aus klassischem Hardrock und Glam entgegen. Kraftvolle Hardrocknummern vom Typus „I Bleed Rock + Roll“, „World on Fire“ oder „Don't Get Mad, get evil“, versprühen dreckiges Straßenfeeling bis unter die Decke, so als würde ein wilder Bastard aus AIBOURNE, ganz früher DEF LEPPARD (zu On Through the Night-Zeiten), den BACKYARD BABIES, HARDCORE SUPERSTAR und STEEL PANTHER von der Leine gelassen, um der Welt zu zeigen, wie kantiger Hardrock mit staubtrocken rotzräudiger Rebellenattitüde gespielt wird. Ja, das fetzt! Nur die zwei unverständlicherweise mit drauf gepackten Totalausfälle verhindern eine noch etwas höhere Bewertung. Sorry, hier wäre durchaus mehr drin gewesen. Nun ja, vielleicht nächstes Mal. Damit verbleiben immerhin respektable 8 von 10 Punkten für THE TREATMENT.

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