VANISHING POINT – Distant Is The Sun

(AFM Records/Soulfood)
VÖ: 21.02.14
Genre:
Melodic Metal
Homepage:
VANISHING POINT
Zugegeben, ich bin Sympathisant von VAINISHING POINT. Von daher freut es mich auch, dass nach sieben Jahren der Veröffentlichungsabstinenz jetzt endlich wieder ein Studioalbum der australischen Melodic Metaller erscheint. Durchhaltevermögen kann man dem Quintett aus Down Under jedenfalls nicht absprechen, obwohl sich zu „Distant Is The Sun“ doch einiges in den eigenen Reihen verändert hat. Außer den beiden Gründungsmitgliedern Silvio Massaro (voc.) und Chris Porcianko (git.) sowie Drummer Christian Nativo gab es Neubesetzungen im Line Up an Gitarre und Bass sowie mit AFM Records ein Nachfolgelabel zum Konkurs gegangenen Dockyard One. Geblieben ist die musikalische Konstanz. Von Gitarren, geschickten Hooklines und einer wohltuenden Stimme dominiert und mit Keyboard Teppichen unterlegt bleiben die Aussies ihrer songwriterischen Linie treu und segeln weiterhin über die gesamten 14 neuen Songs hinweg in den Fahrwassern früherer SONATA ARCTICA aber auch der kompositorischen Nähe zu SERENITY. Beispielhaft für die Bandbreite des Songwritings möchte ich hier die ersten drei Songs nennen, die aufzeigen was einen mit VP erwartet und auch schon früher Programm war: „King Of Empty Promises“, eine leicht proggige Uptempo Nummer mit Gefühl und variablen Spannungs- u. Melodiebögen; letzteres gilt auch für den mehr im melodischen Midtempo gehaltenen Titeltrack; treibend, leicht melodisch progressive und orchestral unterlegt eröffnet sich „When Truth Lies“ , der derzeit für mich neben dem Opener beste Song auf dem vorliegenden Silberling. Das Problem bei VP ist und bleibt leider, dass man durchweg zwar hochwertige Songs schreibt, aber noch nie einen richtigen „Hit“ dabei landen konnte. Man findet über die 14 abwechslungsreich gestalteten Songs hinweg keinen Ausfall, wird des Hörens auch nach mehreren Durchläufen nicht überdrüssig, da sich einem immer andere Sichtweisen in den Stücken eröffnen, aber das war es dann auch leider schon. Als Kaufanreize könnten weiterhin gelten, dass bei einer der wenigen reinen Uptempo Nummern „Circle Of Fire“ SONATA ARCTICA’s Sänger Tony Kakko einige Gesangslinien vertont hat und der finale Mix des 63-minütigen Longplayers von ORDEN OGAN’s Mastermind Sebastian „Seeb“ Levermann übernommen wurde.
Punkte: 8/10

