IGNIS FATUU - Unendlich Viele Wege


VÖ: 07.03.14
(Trollzorn Records)

Homepage:
www.ignisfatuu.de

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich vor dem Sängerwechsel bei IGNIS FATUU nicht soviel Angst hatte wie bei NACHTGESCHREI oder INGRIMM, da mir der jetzige Frontmann P.G. schon von seiner ehemaligen Formation MERLONS LICHTER ein Begriff war. Und da hat er einen verdammt guten Job gemacht, schließlich rotiert deren Silberling „Lust“ nach wie vor in meinem Player. Nix desto trotz hat man doch immer ein wenig ungute Gefühle, wenn bei so gut funktionierenden Bands auf einmal ein totaler Umbruch stattfindet. Und ein Wechsel am Mikro ist ein krasser Einschnitt, das kann keiner bestreiten. Wie auch immer war diese Befürchtung wie bei den beiden anfangs genannten Bands auch bei IGNIS FATUU völlig unbegründet. Denn was die sechs Nürnberger Mittelalter Rocker hier geschaffen haben, reiht sich nahtlos an die großartigen Vorgängeralben an. Elf Stücke in bewährter Manier wurden auf „Unendlich Viele Wege“ verewigt. Den Anfang dabei macht der Song „Glaube“, der unheimlich fesselnd mit genialem Geigenspiel beginnt und dann druckvoll Fahrt aufnimmt. P.G. stellt hier sein Können mehr als gekonnt unter Beweis. Doch das was für mich IGNIS FATUU zu einem der besten Bands des Genres macht, setzt erst ein wenig später ein, und zwar ist das Irenes Gesang. Dieser fesselt mich auf jeder Platte immer mehr, daher dürfte es auch nicht weiter verwunderlich sein, dass „Glaube“, „Der Rabe Und Der Wolf“ und „Die Pforte“ meine absoluten Lieblingstracks auf dieser Scheibe sind. Aber auch Songs wie das in den ersten Moment nach TANZWUT klingende „Letztes Wort“ oder das mit dem typischen Mitgröl Element ausgestattete „Mit Dem Wind“ sind grandios. Insgesamt gesehen haben IGNIS FATUU mit „Unendlich Viele Wege“ ein weiteres Meisterwerk geschaffen, dass sich Freunde des mittelalterlichen Metals keinesfalls entgehen lassen sollten. Und nun muss ich mir noch mal „Die Pforte“ anhören, da mir gerade die Gänsehaut verschwindet!

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