PULVER - Let It Shine

VÖ: bereits erschienen
(LC Records)
Style: Southern Metal
Homepage:
Pulver
Liegt das Debüt von PULVER bereits fünf Jahre zurück, hat sich seitdem so einiges im Hause PULVER getan. Die Band klingt um ein vielfaches gereifter, weiß mit ihren Eigenkompositionen zu bestehen. POLTERGEIST-Klampfer V.O. Gattin Inga haben zusammen mit ihren drei Mitstreitern ein handfest will heißen richtig vielschichtig hart rockendes Album an den Start gebracht, das im Vergleich zum Debüt eine deutlich vorangeschrittene Weiterentwicklung zeigt. Geht der Opener „Broken“ noch etwas in den Sludge und Grunge-Sektor, werden bei nachfolgenden Kompositionen satte Grooves, Vielfalt und eine knackige Portion Härte groß geschrieben. Track zwei „When my Time has to Come“ lässt schwere Doomgrooves vermischt mit Düsterrockflair vom Prägesiegel TROUBLE/DANZIG durchscheinen. Der überaus bewußt nachdenklich klingend immens vielseitig leidenschaftliche Gesang von Inga Pulver passt sich der Musik super an. BLACK SABBATH-Referenzen sind ebenfalls wahrzunehmen, die Gitarren kommen hart und melodisch. THE ORDER- Drummer Tschibu bearbeitet sein Schlagzeug mit reichlich Punch, der seine Vorderleuten einen deftigen Kick in den Hintern verpasst. Stoner, Doom, Blues, Hardrock und Heavy Metal treffen effektiv dosiert aufeinander. Neben solchen Formationen wie BLACK LABEL SOCIETY und späteren METALLICA zur Black-Album Phase höre ich dabei auch soundmässig modern geeichten Finnenhardrock der an Formkationen vom Typus LULLACRY erinnert heraus. „Bring it on“ oder „Enemies Allied“ mit dynamisch modernem Riffing aufwartend geben bestes Beispiel davon. Beim dynamisch exakt mitten auf den Punkt heavy groovenden Hard Rock-Stampfer „Collide“ im Stonerformat sind gar KYUSS präsent. Kein Song klingt wie der nächste, womit es trotz zahlreich vorhandener Einflüsse durchweg gelingt, weitgehend unabhängig individuell zu bleiben. Der Titeltrack „Let it Shine“ erinnert ein wenig an AEROSMITH die auf MEGADETH treffen. „Trains a Rollin'“ lässt starke Referenzen zu DIO/RAINBOW und DEEP PURPLE erahnen. Das PULVER selbst jederzeit locker beschwingt groovenden Partyhardrock auf der Pfanne haben, zeigen sie mit dem tollen von wohohoho-Gesängen begleiteten Schluß-Rock n'Roller „Mexiko“. Für diesen jederzeit interessanten Trip durch ein facettenreich angelegtes Gemüsebeet klassischen Hardrock/Heavy Metals lässt sich problemfrei festhalten: Ein abwechslungsreich modern produziertes Heavy Metalscheibchen auf gutem Niveau, das verstärkt rockt, groovt und killt!
Macht saubere 8 von 10 Punkten.

