MOS GENERATOR - Electric Mountain Majesty


03 mosgenerator

VÖ: 28.03.2014
(Listenable Records)

Style: Stoner Metal

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Mos Generator

Nach fünf Studioalben, einer Retrospektive-Scheibe und einem Livealbum wurde es endlich Zeit, mich näher mit einer Band zu befassen, deren Name mir schon so häufig im Kopf herumgeisterte: Schon oft ist mir der Neme MOS GENERATOR im Oberstübchen hängen geblieben, jetzt rotiert das brandneue Album des Washingtoner Trios endlich in meinem Playerschacht. Offenbart schon der einleitend flotte Grooveslasher „Beyond the Whip“ spürbar die Nähe zu BLACK SABBATH, geht’s bei den zwei folgenden Tracks im etwas gemäßigteren Stonersoundgewand einschließlich dessen Tempo weiter. „Nothing Left But Right“ und “Enter the Fire“ kommen frisch unverbraucht mit reichlich Energie aus den Boxen. Bei soviel Dynamik macht es sich natürlich ebenfalls gut, wenn griffige Songstrukturen das Hörklientel sofort packen. Gesanglich liegt Sänger/Gitarrist irgendwo zwischen Ozzy Osbourne und David Wyndorf (MONSTER MAGNET), womit ein Silberdreher wie Electric Mountain Majesty unglaublich viel Reiz entfaltet. MOS GENERATOR sind ein hochgradig explosiver Geheimtipp für die Stonersektion, allem voran für die MONSTER MAGNET-, KYUSS-, B. L. S. -,QUOTSA-, UNIDA-Fraktion. Zähfließend, schwerblütig, nach denklich, beissend, knarrzig, phasenweise mystisch und episch mit Hang zu Düstermelancholie, (siehe u. a. die sehr effektiv mit eingebrachte Akkustikbrücke bei „Spectres“, der sich ein schritt weise, zunehmend gesteigert süchtig machendes Leadgitarrensolo anschließt. „Neon Nightmares“ kann als eine Art moderne Form von BLACK SABBATH durchgehen, während bei BREAKER vereinzelt sogar bewährtes Ryhtm-, Beat-, und Rock n' Roll-Groovefeeling uriger Hardrock- Haudegen wie TED NUGENT, PAT TRAVERS, MOUNTAIN oder DEEP PURPLE aufgefahren wird. „Early Morning“ kommt mit einem solch prägnant fetten Gitarrenriff aus den Lautsprechern, das auf Anhieb unheilbare Suchtgefahr nach kraftvollen Stonerbeats besteht, ehe in den QUOTSA-Modus umgeschaltet wird. Bass und Schlagzeug bilden eine homogen wirkende Einheit, ausufernd gefühlvoll im heißen Wüstensand geborene Leadsoli geben dem Stück außerdem reichlich viel Würze. Beim Titeltrack „Electric Mountain Majesty“ geht’s direkt zur Sache, das Stück rockt kantig, selbst vor einer kleinen Tempodrosselung im Mittelteil wird nicht Halt gemacht, ehe das Stück erneut richtig fahrt aufnimmt. „Black Magic Mirror“ outet sich als effektiv auf MONSTER MAGNET-gemachtes Stonerbluesrock-B-Movie, das zwischendurch in ein verträumt fluffiges Akkustikintermezzo abzugleiten droht, ehe klassische Hardrockgrooves den Song aufpäppelnd, neues Leben einhauchen. Zum passenden Ausklang zeigt das Trio MOS GENERATOR mit dem peitschenden „Heavy Ritual“ ein weiteres Mal kräftig seine Hörner. Fazit: Richtig steiler Tobak!

Ein für MONSTER MAGNET, KYUSS, B. L. S., QUEENS OF THE STONEAGE, UNIDA-Fans wie gemachtes Stück Tonkonserve mit in seinen Grundzügen verstärkt aufblitzend unverzichtbarer BLACK SABBATH-Referenz, das im Gesamtergebnis Bedenken freie 8 von 10 Punkten wert ist.