GAMMA RAY – Empire Of The Undead

(earMUSIC/Edel)
VÖ: 28.03.14

Genre:
Power Metal

Homepage:
GAMMA RAY

Zum 25 jährigen Bandjubiläum feuern die Mannen um Mainman Kai Hansen mit dem jetzt 11. Studioalbum noch mal eine richtige Rakete ab. Feuer spielt auch in der Entstehungsphase des bei der Presse bislang abgefeierten Longplayers eine tragende Rolle, denn kurz vor Beendigung der Aufnahmen zu „Empire Of The Undead” fackelte der Gebäudekomplex ab, indem sich die bangeigenen Hammer Studios befanden. Glücklicherweise konnte das bislang aufgenommene Material vom Produzenten Eike Freese (DARK AGE) gerettet und mit GAMMA RAY exzellent fertig produziert werden. Selbst wenn man kein Fan der Hanseaten ist und wie ich auch nicht alle Alben am Start hat, muss man nach dem ersten Durchlauf der zehn neuen Songs erstmal tief durchatmen und versuchen zu verdauen, was da gerade für ein Sturm an frischer Leidenschaft und abwechslungsreichem Songwriting mit genialen Melodien über einen hinweggefegt ist. Los geht’s mit dem 9-minütigen Hammer „Avalon“, einem teils episch angehauchten und mit SABATON oder vielmehr CIVIL WAR angelehnten Chören versehenen Epos mit typischem Hansen/Richter Riffing. „Hellbent“, der nächste Knaller, der alle JUDAS PRIEST/PRIMAL FEAR Herzen höher schlagen lassen wird. Treibender Power Rock mit FAITH NO MORE Anleihen verbirgt sich hinter „Pale Rider“, auf Happy getrimmten melodischen Metal gibt’s bei „Born To Fly“, ebenso wie bei „Master Of Confusion“ von der gleichnamigen EP aus 2013. Dieser Song stellt sich für mich als ein Mix aus BILLY IDOL (in der Bridge) meets Happy HELLOWEEN dar. Den Vogel schießt für mich aber der Titeltrack ab, den man getrost als MOTÖRHEAD (Gitarren) meets UNISONIC beschreiben könnte – rassig! Diese Liste könnte ich beliebig fortführen, wie z. B. noch die Ballade „Time For Deliverance“, wo man QUEEN-Anleihen deutlich heraushört. Ich habe aktuell keine Informationen wie und wer sich die Songs ausgedacht hat, ob es vielleicht sogar an Neuzugang Michael Ehré (dr., METALIUM) liegt, der mit seinen LOVE. MIGHT. KILL. ähnlich im Hard Rock Bereich agiert. Auf jeden Fall zünden die Songs sofort. Der GAMMA RAY Stempel ist all gegenwärtig und gerade bei den letzten Songs wie „Demonseed“, „Seven“ und I Will Return“ wird der Die Hard Fan weitestgehend auch mal ohne direkte Fremdeinwirkungen bedient. Und selbst wenn Hansen’s Stimme in den Höhenlagen inzwischen hier und da mal krächzt oder ächzt, es klingt alles rund, symphatisch und au tark. Ein richtig geiles Gesamtwerk, meine Gratulation!

Punkte: 9/10