PILGRIM - II: Void Worship


03 pilgrim

VÖ: 01.04.2014
(Metal Blade Records)

Style: Doom Metal

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Pilgrim

Vor zwei Jahren schlug das PILGRIM Debüt „Misery Wizard“ wie eine Bombe in der Doom-Szene ein. Danach wurden die Erwartungen an die Band immens hoch gesteckt, wobei die am meisten gestellte Frage lautet, ob es dem Trio aus dem US-Bundesstaat Rhode Island gelingt, diese zu erfüllen? Gefiel mir die Mixtour aus PENTAGRAM, THE GATES OF SLUMBER, SAINT VITUS, REVEREND BIZARRE, LORD VICAR und BLACK SABBATH-Einschlag auf dem Debüt ziemlich gut, haben PILGRIM auf ihrem Zweitling doch teilweise abgebaut. Daran ändert selbst der beschwörende Klagegesang von 'The Wizard' sowie der Fakt, das alle Instrumente (Gitarre, Bass, Drums) wieder extrem tief herunter gestimmt wurden, kaum etwas, auch wenn das Album über ausreichend Bedrücktheit, Düsterkeit und Heavyness verfügt, wenn das Songwriting phasenweise unerwartet schwächelt. Dies mag die Qualitäten des Trios kaum schmälern, jedoch schleicht sich zu meiner Enttäuschung ein gewisser recht präsent vorhandener Routinefaktor ein. Neben drei kurzweiligen Tracks „The Paladin“ oder „In the Presence of Evil“ nutzen sich die drei Langriemen „Masters Chamber“, „Void Worship“ und „Away From Here“ gegenüber den explosiv groovend schnellen oder durch intensiv tiefgängige Akkustikpassagen glänzenden Kurztracks „Arcane Sanctum“ auf Dauer ein wenig ab. Zwei Intros bei sechs reichlich durchwachsenen Tracks, das ist viel zu wenig, um erneut in den Topnotenbereich zu gelangen. Das Album liegt noch knapp im grünen Bereich, besitzt jedoch mit zunehmender Spielzeit auch seine Längen, wodurch es zeitweise stark abflacht, weshalb der Zweitling bei aller Kulanz „nur“ gute 7 Punkte von 10 erreicht.