TESLA - Simplicity


06 tesla

VÖ: 20.06.2014
(Frontiers Records)

Style: US Hardrock

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Tesla

TESLA sind so ein Kapitel aus den 80ern, das ich nicht mehr loswerde. „Mechanical Resonance“ und „The Great Radio Controversity“ zählen zu den hochexplosivesten US-Hardrock-Scheiben der 80er, die man als Metaller, selbst wenn man sie nicht einmal kennt unbedingt einmal gehört haben sollte. Obwohl die Band genanntes Härtelevel heute schon lange nicht mehr erreicht, haben alle fünf Musiker selbst nach dreißig Jahren im Rockbussiness eines gemeinsam: Die Leidenschaft am Musizieren! Nach dem genialen Erfinder Nicolai Tesla benannt, der seiner Zeit weit voraus war, spielt auch dieser beständige US-Fünfer in einer völlig eigenen Liga. Frontröhre Jeff Keith singt und keift wie gewohnt charismatisch mit inbrünstiger Leidenschaft von krächzend rau, verträumt bluesig, mitreißend röhrend und impulsiv bis ergeben zart. Der Mann hat das ganze Spektrum drauf, wobei sich wie auf den allen Tesla-Scheiben hinsichtlich Gesang erkennbar stimmliche Parallelen zu AEROSMITH-Vocalist Steven Tyler bemerkbar machen. Frank Hannon/ Dave Rude sind als Gitarrenduo an den Sechssaitigen eine Klasse für sich, Brian Wheat und Troy Luketta harmonieren traumhaft zusammen an Bass und Schlagzeug. Dynamische Groovehardrocker („Break of Dawn“), lässig aus dem Ärmel geschüttelte an Combos wie THE QUIREBOYS erinnernde Bluesrocker („Flip Side“), coole Midtemposmasher („MP 3“, „So Divine“) und gefühlvoll-sanfte Balladen („Honestly, „Til That Day“) bestimmen den Inhalt des brandneuen auf sage und schreibe 14 Songs (das in Studio- und Demofassung vertretene „Burnout to Fade“ subtrahiert), gestreckten TESLA-Silberlings Nummer sieben, welcher schlicht der Einfachheit halber „Simplicity“ getauft wurde, jedoch keineswegs nur einfach gestrickt ist (siehe Schwerpunkt Songaufbau!) Am seit den 80ern bewährten Grundrezept hat sich weder in sound noch stilistischer Hinsicht, (lediglich in Sachen Härtegrad recht deutlich) etwas geändert. TESLA sind und bleiben sich treu. 8 von 10 Punkten für ein weiteres abwechslungsreich vielschichtiges Werk. So ehrlich unverdorben direkt unter die Haut gehender Hardrock sucht seines gleichen oft vergeblich. Wer Combos wie AEROSMITH, MR. BIG oder THE QUIREBOYS viel abzugewinnen vermag und von heutigen Seichtlingswerken zahnlos gewordener Großwildraubkatzen mit Streifen (spätestens als bezeichnete Combo rapide ihren Kurs änderte), ab den 90ern die Nase gestrichen voll hat, wird TESLA kaum weniger mögen!