KEITZER - The Last Defence

VÖ: 18.07.2014
(F.D.A. Rekotz)
Stylr: Death Metal / Grindcore)
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Keitzer
Auch schon da fünfte Album legen die Nordrhein Westfalen hier vor und wer die Band bisher noch nicht kannte, wird bei dem instrumentalen Intro „Bellum Indicere“ schon erahnen können, was da kommen wird denn sowohl die Riffs auch als die Intensität der Drums sind hier so hart, dass es wie in „Exist To Destroy“ kommen kann. Das ist heftig rasender Death Metal, der immer gerne mal die Grenze zum Grindcore überschreitet und so auf beiden Seiten wütet wie verrückt. Allein schon die angepissten Vocals und die kloppenden Drums sind der Hammer und selbst wenn es wie bei „This Is The Only Solution“ erst mal im oberen Mid Tempo los geht, der massive Druck bleibt bei KEITZER allgegenwärtig. Es dauert ja auch nicht lange, bis wieder ordentlich gertrümmert wird, aber die Jungs schaffen es spielend, immer wieder geile Breaks mit einzubauen. Mit sanften, orientalischen Klängen eröffnet „Forever War“, aber dann kommt eine Death Grind Abrissbirne vor dem Herrn, die an Aggression schier nicht mehr zu toppen ist und auch wieder mit diesen starken Breaks überzeugt. Bei den rollenden Double Bass zu Beginn von „Marching Forward To Victory“ kommen mir unwillkürlich Bolt Thrower in den Sinn, doch KEITZER steigert das Tempo ins unermesslich geniale Geballer, so dass auch der Grindcore Bereich komplett bedient wird. Über weite Strecken beherrscht sich „The Last Defence“ in Sachen Tempo und vernichtet eher im mittleren Speed wie eine Walze, doch KEITZER lassen dann immer wieder mal einen kurzen, aber dafür um so heftigeren Blast Angriff raus, der sich gewaschen hat und mit der „Next Offensive“ wird erst mal taktisch abwartend im Mid Tempo agiert, dann über flotteres Tempo Anlauf genommen, bis dann mit dem Geballer der Gegner förmlich überrannt wird. Hervorragenden Knüppel aus dem Sack hat „We Are the Serpents of Doom“ inne und auch die beiden deutschen Titel „Todgeweiht“ und „Ausgelöscht“ sind einfach herrlich brutale und technisch einwandfreie Stücke.
Am Ende haben wir granatenstarke 14 Songs voller Technik, Brutalität und Aggression, denen 8,9 von 10 Punkten gut zu Gesicht stehen.

