FOGG - High Testament

VÖ: 23.06.2015
(Tee Pee Records)
Style: Hardrock / Doom
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FOGG
Richtig verträumt akkustisch steigt das Trio FOGG beim Opener „Joy of Home“ in seinen aus ingesamt sieben Tracks bestehenden Cocktail klassischer Hardrockmucke mit leicht vernebeltem Spacerockanteil veredelt durch eine gesunde Portion Doomgrooveflair in den Silberling ein. Beim Psychedelic-Doomrocktrio FOGG brät kraftvoll die Gitarre, brummt knarrzig der Bass, klatscht das Schlagzeug erhaben mit ordentlich schön viel Wucht im Takt Psychedelischen Gedankenfeuers zu majestätisch rollenden Riffs kombiniert zu verspielten Bluesklängen. Bassist Brandon Hoffman verfügt stimmlich über genau die richtig intensiv unter die Haut gehende Mischung tiefen entspannt sanft verträumt in anderer Dimension abschweifenden Abenteuerfeelings mit gebührend in sich selbst verliebter Leidenschaft des Wanderers auf der Straße, der irgendwo in der Ferne Koyoten heulen hört, während er irgendwo inmitten der Wüste einsamen Weges entlang über den Biker und Truckerpfad die Route 66 wandert. Stimmlich liegt der Mann gar nicht einmal so unweit von den Australiern TATOT entfernt. „Seasons“ wird von einem herzhaft krachend in die vollen gehenden Doomriff veredelt, „Mountain“ führt dank machtvoll erhaben, auf geradezu majestätische Art den Sound prägender Orgel in bester T.-REX/DEEP PURPLE-Manier direkt auf den Berg. 70er- Jahre Rockfans die sowohl Folk als auch harten Rock schätzen, werden Freude an der wundersam in sich selbst versinkenden Dosis kräftig taufrischen Biker Hardrocks charismatisch-abenteuerlicher Schule mit wummernder Fuzz-Gitarre, hartem Groove, erdigem Blues melancholisch gefärbtem Folkanteil, inklusive massiver Leadsolo-Eruptionen, dem bei bruzzelnden Grooveattacken heftig drückendes ProtoDoom- gepaart mit klassischem Hardrockflair innewohnt. Musik gemacht für Hippies/Altrocker, denen es weder an brodelnden Vibes noch entsprechend intensiv ausgeprägter Leidenschaft geschweige Handwerkszeug mangelt, die LED ZEPPELIN, DEEP PURPLE, BLACK SABBATH, URIAH HEEP, BLUE ÖYSTER CULT, T.REX & Co. in deren früher Anfangsphase live on Stage miterlebt haben, während später nachfolgende Generationen entweder noch nicht geboren waren oder gerade einmal im Holzställchen das Laufen erlernten. Sieben sich an den Ufern hingebungsvoller Sehnsucht, im Dunst ruhiger Verträumtheit und wildem Rebellenspirit suhlende SpaceHippieFolkDoomRock-Hinterlassenschaften, geschaffen für Abenteuer und nachdenkliche Zeitgeister auf Suche nach Zerstreuung. Psychedelisch abgedrehter SpaceHippie-Folkdoom-Rock trip fleißig vor sich hin bruzzelnd spiritistischen Folkinhalts. - Love, Peace and Happiness im Gewand zeitlosen 70er-Rocks. Flowerpowerschmonzettenkost zum in sich selbst Versinken. 8/10

